Inhalt

Washington hupt, Toyota-Chef rollt an

Freitag, 19. Februar 2010, 2:09 Uhr

Der Druck aus Washington zeigt Wirkung: Toyota-Chef Akio Toyoda erscheint persönlich vor einem Ausschuss des US-Kongresses, um Rede und Antwort für die Pannenserie zu stehen. Er habe die Einladung erhalten, sagte Toyoda: «Und ich akzeptiere.» Er wolle direkt zum Kongress und zu den amerikanischen Bürgern sprechen. Neue Negativ-Schlagzeilen haben unterdessen die Konzernchefs aufgeschreckt.

Bild

Der Vorsitzende des US-Kongressausschusses, Edolphus Towns, hatte Toyoda persönlich eingeladen, nachdem dieser eigentlich der Anhörung fernbleiben wollte. Stattdessen sollte zunächst der US-Landeschef kommen.

«Toyotas Gaspedale: Ist die Öffentlichkeit in Gefahr»

Die Anhörung am 24. Februar läuft unter der Überschrift «Toyotas Gaspedale: Ist die Öffentlichkeit in Gefahr» Weitere Ausschusssitzungen folgen.

Die US-Behörde für Verkehrssicherheit hatte am Dienstag ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fussmatten gestartet.

Die Behörde verlangt von dem Autobauer Einsicht in interne Dokumente. Die Beamten wollen herausfinden, ob Toyota schnell genug auf die gefährlichen Defekte reagiert hat.

Ein neues Desaster?

Die schlechten Nachrichten für Toyota nehmen derweil kein Ende. Nachdem der japanische Autohersteller sein Erfolgsmodell Corolla auf Lenkprobleme hin untersucht, nimmt sich nun auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit des Falls an. Am Ende könnte dann ein weiterer Rückruf stehen - der mittlerweile fünfte binnen weniger Monate nach rutschenden Fussmatten, klemmenden Gaspedalen, aussetzenden Bremsen und herunterfallenden Antriebswellen.

Toyota hatte am Mittwoch in Tokio eingeräumt, dass sich Kunden über die Lenkung des Kompaktwagens Corolla beschwert haben. Fahrer in den USA berichteten, dass sie dass Gefühl gehabt hätten, die Kontrolle über den Wagen zu verlieren. Die Ursache sei noch unklar, sagte der für Qualitätskontrolle zuständige Toyota-Manager Shinichi Sasaki.

500'000 Fahrzeuge betroffen

Sollte es jedoch sicherheitsrelevante Details geben, werde dies zu einem Rückruf führen, fügte er an. Betroffen wären rund 500'000 Fahrzeuge der Modelljahre 2009 und 2010. Der Corolla gehört bereits zu den mehr als acht Millionen Wagen, die wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fussmatten in die Werkstätten müssen.

(agenturen/halp)

Kommentare aktiv...

A. Thoma

Verfasst am: 19.2.2010 18:47

Konstruktionsfehler...

...darfs natürlich nie geben! Aber wenn Banken... mehr

Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

J. Lorber, Zürich
(JeffLorber Mann)
Verfasst am: 19.2.2010 9:06

Übertrieben und unnötig

Leider zieht nun auch die amerikanische Regierung... mehr

Zustimmen — 7 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.