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Erdbeben in Haiti

Berner Arzt erzählt von der Hölle auf Haiti

Freitag, 19. Februar 2010, 14:58 Uhr

Das Erdbeben auf Haiti vom 12. Januar hat 230'000 Tote gefordert und 3 Millionen Menschen obdachlos gemacht. Über 300'000 Menschen wurden verletzt. Der Berner Arzt Philip Hebel versorgte während seines Katastropheneinsatzes bis zu 160 Patienten pro Tag. Was er hier erlebte, reicht an die Grenze des Erträglichen.

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Berner Arzt ist zurück aus Haiti

Der Berner Arzt Philip Hebel stand im Chaos nach dem Beben den Hilfebedürftigen zur Seite. Die Umstände, unter denen er seine Arbeit machen musste, erinnern bisweilen an Schilderungen medizinischer Gepflogenheiten aus dem Mittelalter: pragmatische Entscheide über Leben und Tod und Operationen praktisch ohne Infrastruktur, mit einfachsten Mitteln.

Amputationen unter schwierigsten Bedingungen

Die Erlebnisse und die Bilder aus Haiti sind auch für Philip Hebel nicht alltäglich. Seine persönliche Verarbeitung: Er verdrängt.

«Man muss sich schützen, sonst kann man nicht Arzt sein»

Mit seinen Einsätzen in Notsituationen könne er den Leuten etwas zurückgeben, sagt Hebel. Jeder Patient brauche seine Hilfe, egal ob in der Schweiz oder auf Haiti. Wenn wieder ein Anruf komme, würde er sofort wieder Nothilfe im Ausland leisten.

(sf/from/schl)