Wirtschaft
EU-Kritik an Obamas Banken-«Knebeln»
Die Vorschläge von US-Präsident Obama zu einer Begrenzung von Bankgeschäften stossen in der Europäischen Union (EU) auf wenig Begeisterung. In einer ersten gemeinsamen Einschätzung drücken die Regierungen und Zentralbanken in der EU ihre Sorge über einen Alleingang der USA aus.
Bild
- 22.02.10: Innerparteiliche Kritik an Obama wächst
- 15.03.10: Studie: Banken trocknen Firmen aus
- 27.01.10: Trichet stellt sich hinter Obamas Bankenpläne
- 21.01.10: Obamas Ideen drücken UBS- und CS-Kurs massiv
- 21.01.10: Obama will Masslosigkeit der Banken begrenzen
- 14.01.10: Obama kündigt Abgabe für US-Banken an
- 16.09.09: US-Senator will Steueroasen sanktionieren
- 23.03.09: Eine Billion für Ramschpapiere
Artikel bewerten
Artikel teilen
Der Wirtschafts- und Finanzausschuss betone die Bedeutung eines multilateralen Herangehens, um faire Spielregeln im Wettbewerb der Banken zu bewahren, heisst es in einem Papier des Gremiums, das den EU-Finanzministern zuarbeitet.
In der EU sei es nicht üblich, die Grösse von Banken zu begrenzen, äusserte sich in Brüssel auch ein Experte der EU-Kommission kritisch über die im Januar von Obama präsentierten Ideen.
Der US-Präsident will die Grösse von Banken beschränken und Geschäftsbanken, die mit Kundeneinlagen arbeiten, den Eigenhandel mit Wertpapieren untersagen. Die Vorkehrungen, die die Zustimmung des US-Kongresses finden müssten, sollen künftige Bankenkrisen verhindern.
Obama scherte damit aus der Verabredung der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G20) aus, die Neuregulierung der Finanzmärkte nach der Krise gemeinsam anzupacken. Die Grösse eines Finanzinstituts sei nur einer von mehreren Faktoren, die für das Ausmass der Risiken von Banken verantwortlich seien, heisst es in dem Bericht des EU-Ausschusses, der Anfang Februar die US-Vorschläge diskutiert hatte.
Nach Befürchtung der Experten würde ein Limit für die Bankengrösse die Risiken nur in andere Teile des Finanzsystems verschieben. In der EU seien die Vorschläge Obamas ohnehin nicht umzusetzen, weil sie wahrscheinlich den Prinzipien des gemeinsamen Binnenmarktes und des Universalbankengeschäfts widersprächen.
Aufgeschlossener äussern sich die EU-Staaten zum Vorstoss Obamas, die Banken über eine Sondergebühr an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss wolle diese Möglichkeit bei seinen Diskussion berücksichtigen. Er untersuche schon länger die Option eines Krisenfonds, der von den Banken finanziert werden müsste.
In der Europäischen Union müssten acht Geldinstitute die US-Sondergebühr bezahlen, wenn sie wie geplant am 30. Juni in Kraft tritt.
(sda/reuters/halp)
Meldungen im Tagesverlauf
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
- ISS-Bewohner packen den Drachen aus
- Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission


Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
Golden Gate Bridge im Lichterregen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
SP könnte Steuerabkommen kippen
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Die möglichen Szenarien der Bundesratswahl
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert













R. Blaser, Aeschi
)
(Resalb
Verfasst am: 16.2.2010 13:57
Alleinganng der USA?
Wird Reichtum durch wohlbekleidete Spekulanten... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen — 3 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
N. Binsberger, St. Gallen
)
(NBinsberger
Verfasst am: 16.2.2010 13:19
EU überzeugt nicht
Die EU will die Bankengrössen nicht... mehr
Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
R. Blaser, Aeschi
)
(Resalb
Verfasst am: 16.2.2010 13:17
Reichtum
wird nicht risikolos, einfach nur durch... mehr
Zustimmen — 3 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten