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Erdbeben in Haiti

Lehren aus dem Beben: Haiti ändert Bauvorschrift

Dienstag, 16. Februar 2010, 5:20 Uhr

Beim Einsturz eines Schulgebäudes im Norden von Haiti sind nach Angaben des Roten Kreuzes vier Kinder ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Stadt Cap-Haitien, rund 130 Kilometer nördlich der Hauptstadt Porte-au-Prince. Als Konsequenz aus dem verheerenden Beben hat Haiti jetzt die Bauvorschriften verschärft. Die weltweiten Hilfsangebote nach der Katastrophe stimmen Soziologen optimistisch.

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Ein im Karibikstaat beliebtes Baumaterial hat die Regierung jetzt verboten. Der aus den Bergen rund um die Hauptstadt Port-au-Prince gewonnene Sand dürfe nicht länger für die Herstellung von Zement für tragende Elemente benutzt werden, erklärte die Regierung.

Schlechte Bausubstanz

Die schlechte Bausubstanz vieler Häuser in Haiti gilt als eine der Ursachen dafür, dass das Beben vom 12. Januar so viele Gebäude zum Einsturz brachte.

Bei dem Unglück in einer Schule im Norden Haitis, bei dem vier Kinder ums Leben kamen, sei eine Mauer eingestürzt und habe die Kinder unter sich begraben, sagte Rot-Kreuz-Sprecher Pericles Jean-Baptiste.

Schlammlawine brachte Schule zum Einsturz

Eine Schlammlawine brachte die Schule in Cap Haitien im Norden des Landes teilweise zum Einsturz, wie ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sagte. Zwei weitere Kinder wurden verletzt.

In der Nacht hatte es nach Angaben der Behörden stark geregnet, ausserdem war es zu einem leichten Erdbeben gekommen.

1,2 Millionen Menschen noch immer obdachlos

Bei dem schweren Erdbeben sind mindestens 217'000 Menschen gestorben. Nach Schätzung der UNO sind von insgesamt neun Millionen Haitianern zudem etwa 1,2 Millionen obdachlos.

Angesichts der bevorstehenden Regenzeit befürchten internationale Hilfsorganisationen eine Verschlimmerung der humanitären Lage.

Globales Hilfs-Echo als positives Signal

Das überwältigende Echo auf das Erdbeben in Haiti und andere Katastrophen der jüngeren Vergangenheit stimmt den prominenten US-Soziologen Jeremy Rifkin optimistisch. Es zeuge von einem wachsenden Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschheit, sagte Rifkin in Berlin.

Bereits eine halbe Stunde nach dem verheerenden Beben in dem Karibikstaat am 12. Januar seien die ersten Hinweise bei dem Kurznachrichtendienst Twitter und dem Internetportal YouTube aufgetaucht. Innerhalb weniger Stunden sei fast jedermann im Bilde gewesen, so der US-Forscher.

«Zivilisation der Empathie»

Das Mitgefühl mit notleidenden Menschen ganz gleich, wie weit entfernt sie leben, vermittele den Eindruck, als ob sich «die ganze Welt sozusagen als eine Familie» empfindet. Rifkin nennt das «die Zivilisation der Empathie».

Wenn wir Empathie gegenüber Verwandten, der religiösen Gemeinde oder der eigenen Nation empfinden könnten, sei es wahrscheinlich nicht ausgeschlossen, dass wir dieses Gefühl auch weiter auszudehnen in der Lage sind, meint Rifkin.

Das würde dazu führen, dass wir «ein Bewusstsein von der Biosphäre» entwickeln und uns als «grosse Menschheitsfamilie» betrachten, sagt der Soziologe voraus.

(agenturen/halp)

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F. Meier, Zürich
(fritzmeier Mann)
Verfasst am: 16.2.2010 8:51

Das wird

so wenig wahr sein, wie die Beteuerungen der... mehr

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