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Deutsche Steuersünder flüchten in die Selbstanzeige

Freitag, 12. Februar 2010, 17:29 Uhr

Immer mehr deutsche Steuersünder bekommen es offensichtlich mit der Angst zu tun: Die Zahl der Selbstanzeigen bei den Steuerbehörden ist in den vergangenen Tagen sprunghaft gestiegen.

Bundesweit wagten demnach mehr als 850 Menschen bislang diesen Schritt, um mit einer nachträglichen Anzeige Straffreiheit zu erlangen. Spitzenreiter ist derzeit Bayern mit 231 Meldungen reuiger Steuerhinterzieher.

Das Finanzministerium konnte allerdings nicht sagen, wie viel Geld die Selbstanzeigen bringen würden. Die Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der Liechtenstein-Affäre hätten sich aber in vergleichbarem Rahmen bewegt.

Steuersünder zeigen sich selbst an (09.02.10)

«Interesse» an Selbstanzeigen steigt

Ebenfalls viele Selbstanzeigen gab es im Bundesland Niedersachsen. Laut dem Finanzamt lag sie am Freitag bei 174, nach 143 am Donnerstag. Das nicht versteuerte Vermögen bezifferte er auf schätzungsweise 32,6 Millionen Euro, die zu erwartenden zusätzlichen Steuereinnahmen auf rund 11,3 Millionen.

In der Hauptstadt Berlin liegt die Zahl der Selbstanzeigen momentan bei 112. Eine Sprecherin des Finanzsenats sagte, seit vergangenem Montag sei die Zahl der Selbstanzeigen rapide gestiegen.

88 Selbstanzeigen mit einem nicht versteuerten Einkommen von rund 63 Millionen Euro verzeichnete Hamburg bislang. Die Finanzbehörde erwartet daraus Steuereinnahmen von etwa 20 Millionen Euro. In den übrigen Bundesländern liegt die Zahl weit tiefer, es liegen keine Selbstanzeigen vor oder es sind keine Zahlen verfügbar.

Nicht in jedem Fall die Rettung

Die Selbstanzeige eines reuigen Steuerhinterziehers beim zuständigen Finanzamt ermöglicht im Idealfall die völlige Straffreiheit. Der Täter muss lediglich die unrichtigen Angaben gegenüber der Behörde nachholen - allerdings bevor ihm das Finanzamt auf die Schliche kommt. Auch hat er das hinterzogene Geld inklusive Zinsen innerhalb einer bestimmten Frist an den Staat zurückzuzahlen.

Ebenfalls zu spät ist es für eine Selbstanzeige, wenn der Täter von der Entdeckung der Tat Kenntnis hatte oder damit rechnen musste.

(ap/schl)

Kommentare aktiv...

K. Schmid, Fribourg
(T-Rex Mann)
Verfasst am: 16.2.2010 12:27

Die schlaue deutsche Regierung

Sie haben wirklich im richtigen Moment dieses... mehr

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E. Anywhere, St. Burnaby
(Grange Mann)
Verfasst am: 16.2.2010 9:33

Würde ja gern eine Selbstanzeige

machen, habe aber leider keine Millionen, sondern... mehr

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H. Frühling, Bern

Verfasst am: 14.2.2010 15:11

Die spinnen, die Aduro und Konsorten

jetzt machen die schon Wettbewerbe, ich welcher... mehr

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