Wirtschaft
Google twittert
Google springt auf den Trend der boomenden Internet-Kurzmitteilungen auf - und will mehr Ordnung in die Informationsflut bringen. Der neue Dienst mit dem Namen «Google Buzz» soll nicht nur die Nachrichten von Bekannten eines Nutzers verfolgen, sondern sie auch nach Relevanz auswählen können, wie Google-Manager zur Vorstellung des Projekts in San Francisco erläuterten.
Bild
- 01.03.10: Ministerin warnt vor Internet-Giganten
- 16.04.10: Google bleibt auf der Erfolgsspur
- 01.08.10: Zwitscher-Meilenstein für Twitter
- 23.01.10: Google-Gründer nehmen Firma an lange Leine
- 22.01.10: Google legt Glanzergebnis vor
- 14.01.10: China: Zensur, oder der Hacker kommt
- 05.01.10: Googles Kampfansage ans iPhone
- 05.09.09: Vereint gegen Chávez - Twitter sei Dank
- 11.08.09: «Twitter»-Kurznachrichten in Londoner Oper
- 14.04.09: Facebook und Twitter sind wie Zuckerwatte
Artikel bewerten
Artikel teilen
Auf mobilen Geräten mit GPS-Ortung - wie Handys mit Googles Betriebssystem Android oder Apples iPhone - wird zum Beispiel der Aufenthaltsort berücksichtigt.
Google Buzz setzt auf dem Mail-Dienst (GMail, Googlemail) des führenden Suchmaschinen-Betreibers auf. Es ist ein direkter Vorstoss ins Geschäft des populären Kurzmitteilungs-Dienstes Twitter und des weltgrössten Online-Netzwerks Facebook.
Auch aufstrebende Dienste mit ortsbezogenen Inhalten wie Foursquare hat Google damit im Visier.
Mehr Komfort als Konkurrenz
Um gegen die etablierten Konkurrenten zu Punkten, will Google mehr Komfort bieten. So sollen Bilder und Videos, die sich normalerweise hinter Link-Verweisen verstecken, automatisch geöffnet werden. Nachrichten, die viele Nutzer für interessant befanden, sollen in der Liste automatisch höher auftauchen als belanglose Informationen.
Mitteilungen aus Twitter sollen auch bei Google Buzz einfliessen, hiess es. Aus dem Google-Dienst Informationen bei Twitter reinstellen dürfte man aber erst in späteren Versionen können. Integriert sind auch Foto-Dienste wie Flickr und Picasa. Facebook fehlt dagegen in der Liste der genannten Partner.
Twitter wächst rasant
Die schnellen Kurznachrichten sind ein Trend, der die Kommunikation im Internet immer stärker prägt. So wurde der stete Strom der «Updates» immer wichtiger für die inzwischen rund 400 Millionen Facebook-Nutzer, die so über das Leben ihrer Online-Freunde auf dem Laufenden bleiben.
Twitter wuchs 2009 schnell und hat nach neuesten Schätzungen zwischen 25 und 30 Millionen Nutzer - die Zahlen gehen jedoch zum Teil weit auseinander. Googles Mail-Angebote besuchen laut dem Marktforscher Comscore pro Monat 176 Millionen Nutzer. Auf den ersten Blick ist Google Buzz etwas komplexer zu nutzen als zum Beispiel Twitter.
Der Internet-Werbung geschuldet
Google war bereits zuvor auf den Mitteilungs-Trend eingeschwenkt: Twitter-Nachrichten tauchen inzwischen immer häufiger in Echtzeit bei Suchanfragen auf. Mit Google Buzz startet der Internet-Konzern jedoch erstmals ein umfassendes Produkt. Letztlich geht es um die Aufmerksamkeit der Nutzer: Nur wer Zeit auf einer Website verbringt, kann auch durch Werbung angesprochen werden - und Internet-Werbung ist die zentrale Einnahmequelle von Google.
Der permanente Strom von Nachrichten der Facebook-Freunde bindet die Millionen Nutzer derzeit zum Beispiel auf der Seite des Online-Netzwerks, bei dem Google-Konkurrent Microsoft die Werbung verkauft.
(agenturen/halp)
Meldungen im Tagesverlauf
- Flipper & Co. nicht mehr erwünscht
- «FOS»-Label: Zu wenig Daten
- «Es gibt neue Import-Hürden»
- Trotz MSC-Label: Gefährdete Fische auf dem Teller
- Hotel verweigert Wettbewerbs-Gewinn
- Video-Anleitung zum Schlauch-Flicken
- Ständerat sagt Ja zu Steuerabkommen
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Erdbeben in Norditalien: 8000 Menschen obdachlos
- Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Nadal locker in 2. Runde
- Federer am Mittwoch gegen Ungur
- Benedikt Weibel geht in die Kultur
- Bankenkrise in Spanien und keine Ende in Sicht
- 30 Millionen Kinder aus reichen Ländern leben in Armut


Erdbeben in Norditalien: 8000 Menschen obdachlos
Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
30 Millionen Kinder aus reichen Ländern leben in Armut
Fahrplan 2013: Mehr Sitzplätze in der SBB
Ständerat sagt Ja zu Steuerabkommen
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
SP könnte Steuerabkommen kippen
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen















