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USA: Mit Samthandschuhen gegen eigene Steuersünder

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:03 Uhr, Aktualisiert 11.02.2010, 10:16 Uhr

Die Kunden der Schweizer Bank UBS werden von den amerikanischen Steuerbehörden hart angefasst. Anders sieht es aber bei Steuerbetrügern bei US-Banken aus.

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Ungleiches Recht

Die Ungleichbehandlung kritisiert der bekannte US-Steueranwalt Bruce Zagaris der Sendung «Rundschau»: «Es macht nicht nur mich unzufrieden», sagt er im Interview, «sondern auch viele Amerikaner, die von den Behörden die Gleichbehandlung erwarten.»

Grosse Unterschiede bei Strafzahlungen für Banken

Zagaris spielt dabei auf den Fall der Brüder Charles und Sam Wyly an, die nach Erkenntnissen des US-Senats rund 600 Millionen Schweizer Franken am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Im Unterschied zu UBS-Kunden, die mit Handschellen verhaftet und mit schweren Bussen belegt werden, kamen die Wylys bisher ungeschoren davon. Auch die im Auftrag der Wylys tätige Bank, die Bank of America, wurde lediglich mit einer Strafzahlung von drei Millionen Franken belegt. Die UBS dagegen zahlte eine Busse von rund 800 Millionen.

Aus politischen Gründen verschont?

Der Fall Wyly war 2006 von einer Kommission des US-Senats gründlich aufgearbeitet worden. Trotzdem hat sich die US-Steuerbehörde IRS seither nicht für die beiden Milliardäre interessiert. Dazu lehnte die IRS gegenüber dem Schweizer Fernsehen eine Stellungnahme ab.

Bild George W. Bush mit den Gebrüdern Wylys.
Die Gebrüder Wyly, die rund 600 Mio. Franken am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen, sind eng mit der Familie Bush befreundet. sf

Steueranwalt Zagaris vermutet, dass die Behörde aus politischen Gründen die Steuersünder schont: «Man könnte vermuten, dass es politische Einflussnahme gab.» In den USA ist bekannt, dass die Brüder Wyly eng mit der Familie des früheren US-Präsidenten George W. Bush befreundet sind und auch seine Wahlkampagnen finanziell unterstützt haben.

«Die Schweizer Regierung sollte von der US-Regierung verlangen, dass die USA alle Fälle von mutmasslichem Steuerbetrug gleich behandeln», meint der Steueranwalt Zagaris. Ob der Fall in den Gesprächen mit den USA aufgeworfen wurde, konnte die «Rundschau» in Bern nicht in Erfahrung bringen.

(sf/bers)

Kommentare aktiv...

K. Räschter, Schweiz
(- Mann)
Verfasst am: 11.2.2010 12:33

bei den USA wundert einem nichts mehr ...

Bei dieser USA-Bananen-Republik wundert einem... [1]  mehr

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J. Simon, Bern

Verfasst am: 11.2.2010 12:05

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!

Eher ein müdes Lächeln als aufgeschreckt, wenn... mehr

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E. Verena, Zürich

Verfasst am: 11.2.2010 11:51

Blauäugigkeit

Für alle, die es bis anhin noch nicht gemekrt... mehr

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