Schweiz
USA: Mit Samthandschuhen gegen eigene Steuersünder
Die Kunden der Schweizer Bank UBS werden von den amerikanischen Steuerbehörden hart angefasst. Anders sieht es aber bei Steuerbetrügern bei US-Banken aus.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Ungleichbehandlung kritisiert der bekannte US-Steueranwalt Bruce Zagaris der Sendung «Rundschau»: «Es macht nicht nur mich unzufrieden», sagt er im Interview, «sondern auch viele Amerikaner, die von den Behörden die Gleichbehandlung erwarten.»
Grosse Unterschiede bei Strafzahlungen für Banken
Zagaris spielt dabei auf den Fall der Brüder Charles und Sam Wyly an, die nach Erkenntnissen des US-Senats rund 600 Millionen Schweizer Franken am Fiskus vorbeigeschleust haben.
Im Unterschied zu UBS-Kunden, die mit Handschellen verhaftet und mit schweren Bussen belegt werden, kamen die Wylys bisher ungeschoren davon. Auch die im Auftrag der Wylys tätige Bank, die Bank of America, wurde lediglich mit einer Strafzahlung von drei Millionen Franken belegt. Die UBS dagegen zahlte eine Busse von rund 800 Millionen.
Aus politischen Gründen verschont?
Der Fall Wyly war 2006 von einer Kommission des US-Senats gründlich aufgearbeitet worden. Trotzdem hat sich die US-Steuerbehörde IRS seither nicht für die beiden Milliardäre interessiert. Dazu lehnte die IRS gegenüber dem Schweizer Fernsehen eine Stellungnahme ab.
Steueranwalt Zagaris vermutet, dass die Behörde aus politischen Gründen die Steuersünder schont: «Man könnte vermuten, dass es politische Einflussnahme gab.» In den USA ist bekannt, dass die Brüder Wyly eng mit der Familie des früheren US-Präsidenten George W. Bush befreundet sind und auch seine Wahlkampagnen finanziell unterstützt haben.
«Die Schweizer Regierung sollte von der US-Regierung verlangen, dass die USA alle Fälle von mutmasslichem Steuerbetrug gleich behandeln», meint der Steueranwalt Zagaris. Ob der Fall in den Gesprächen mit den USA aufgeworfen wurde, konnte die «Rundschau» in Bern nicht in Erfahrung bringen.
(sf/bers)
Meldungen im Tagesverlauf
- Flipper & Co. nicht mehr erwünscht
- «FOS»-Label: Zu wenig Daten
- «Es gibt neue Import-Hürden»
- Trotz MSC-Label: Gefährdete Fische auf dem Teller
- Hotel verweigert Wettbewerbs-Gewinn
- Video-Anleitung zum Schlauch-Flicken
- Ständerat sagt Ja zu Steuerabkommen
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Erdbeben in Norditalien: 8000 Menschen obdachlos
- Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Nadal locker in 2. Runde
- Federer am Mittwoch gegen Ungur
- Benedikt Weibel geht in die Kultur
- Bankenkrise in Spanien und keine Ende in Sicht
- 30 Millionen Kinder aus reichen Ländern leben in Armut


Erdbeben in Norditalien: 8000 Menschen obdachlos
Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
30 Millionen Kinder aus reichen Ländern leben in Armut
Fahrplan 2013: Mehr Sitzplätze in der SBB
Ständerat sagt Ja zu Steuerabkommen
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
SP könnte Steuerabkommen kippen
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen

















K. Räschter, Schweiz
)
(-
Verfasst am: 11.2.2010 12:33
bei den USA wundert einem nichts mehr ...
Bei dieser USA-Bananen-Republik wundert einem... [1] mehr
Zustimmen — 16 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 3 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
J. Simon, Bern
Verfasst am: 11.2.2010 12:05
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!
Eher ein müdes Lächeln als aufgeschreckt, wenn... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
E. Verena, Zürich
Verfasst am: 11.2.2010 11:51
Blauäugigkeit
Für alle, die es bis anhin noch nicht gemekrt... mehr
Zustimmen — 12 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten