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International

Missbrauchsvorwürfe: Rektor von Jesuiten-Gymnasium tritt ab

Dienstag, 9. Februar 2010, 18:45 Uhr, Aktualisiert 21:55 Uhr

Der Druck der Öffentlichkeit lastet schwer auf dem deutschen Bad Godesberger Jesuiten-Gymnasium Aloisiuskolleg. Jetzt hat der Rektor der Schule, Pater Theo Schneider, wegen möglichen Missbrauchsfällen seinen Rücktritt erklärt.

Bild Frau sitzt in einem Gang, Gesicht auf den Knien
Die Schulleitung hatte erst kürzlich eingeräumt, dass es Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegeben hatte. symbolbild

Schneider wolle damit den Weg für eine lückenlose Aufklärung aller Vorwürfe frei machen, teilte der Jesuitenorden mit. Der Provinzial Stefan Dartmann habe den Rücktritt angenommen und werde in den nächsten Tagen eine interimistische Leitung des Kollegs einsetzen.

Schwere Anschuldigungen

Beim betroffenen Bad Godesberger Jesuiten-Kolleg war in den vergangenen Tagen der Vorwurf sexueller Übergriffe gegen Schüler laut geworden.

Ein heute 82-jähriger Pater wird Medienberichten zufolge von ehemaligen Internatsschülern beschuldigt, sich in den 70er Jahren, aber auch in der Zeit von 2001 bis 2004 an Jungen vergangen zu haben.

Ordensleitung informiert

Schulleiter Schneider hatte erst in der vergangenen Woche eingeräumt, es gebe «Gerüchte von Übergriffen sowie Verdächtigungen, Beschuldigungen und Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs». Ihm selbst seien unter Zusicherung äusserster Diskretion Vorwürfe anvertraut worden. Diese habe er umgehend der Ordensleitung und dem zuständigen Beauftragten des Jesuitenordens für Missbrauchsfälle mitgeteilt.

Kirche hat Mitschuld

Nach seinen Worten bezogen sich die Vorwürfe ausschliesslich auf die Vergangenheit und nicht auf aktive Jesuiten und Mitarbeiter des Kollegs.

Ausdrücklich betonte Schneider in seiner Erklärung: «Dass ich sexuellen Missbrauch aufs Schärfste verurteile, dass ich Opfer von Verbrechen um Verzeihung bitte, persönlich und als Vertreter unseres Kollegs, ist mir ein grosses Anliegen.»

Der CDU-Politiker Heiner Geissler erhob unterdessen Vorwürfe gegen die Katholische Kirche. Sie habe «mit ihrer Erziehung zu einer verklemmten Sexualität viel Schuld» an den jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfällen an Jesuitenschulen, zitierte der WDR den Unionspolitiker.

Geissler war selbst Schüler am Kolleg St. Blasien im Schwarzwald und später Novize im Jesuitenorden. «Ich habe so etwas nie erlebt und von so etwas auch nie gehört, ich würde sagen, das, was da aufgedeckt wurde, ist atypisch für den Jesuitenorden», zitierte ihn der Sender. Neu und positiv sei, dass die Führung der Jesuiten in die Öffentlichkeit gegangen sei.

(apn/muei)

Kommentare aktiv...

L. Marvin, Berlin
(Waronislamists Mann)
Verfasst am: 11.2.2010 16:33

Was hier - LEIDER SEHR FLÄCHENDECKEND _ im 21. Jhdt geschieht ist : GEWALT !

Die Termini sind : Vergewaltigung,... mehr

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N. bernato, lugano
(nicolabernato Mann)
Verfasst am: 9.2.2010 20:38

diese misbräuche ist wirklich nur noch

zum kotzen!!!

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B. Scheidegger, Bern
(Sanderston Frau)
Verfasst am: 9.2.2010 19:29

Warum werden

hier die Kommentare nicht auch erst nach einer... mehr

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