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Walser: Sterbehilfe wird zum Leben gehören

Montag, 8. Februar 2010, 5:28 Uhr

Der Schriftsteller Martin Walser ist davon überzeugt, dass Sterbehilfe in der Zukunft zum Leben dazugehören wird. «Ich bin sicher, in 100 Jahren wird man uns zum Mittelalter zählen, weil wir das Aufhören des Lebens der Natur ganz überlassen haben», sagte Walser anlässlich des Erscheinens seiner Novelle «Mein Jenseits».

Martin Walser: «Dieser Naturalismus des Sterbens, dass die Leute bis zum Schluss bei Bewusstsein leiden müssen, wird keinen Bestand haben.» keystone

«Das wird sich so entwickeln, dass es dann verständig, akzeptabel und allgemein praktizierbar ist», sagte der 82-jährige Autor voraus.

«Sie reden vom Leiden wie der Blinde von der Farbe»

«Dieser Naturalismus des Sterbens, dass die Leute bis zum Schluss bei Bewusstsein leiden müssen, wird keinen Bestand haben». Denn aus Walsers Sicht reden meist diejenigen, die gerade gar nicht leiden, davon, dass andere das Leiden aushalten sollen. «Sie reden vom Leiden wie der Blinde von der Farbe.» Die Debatten über Sterbehilfe deuteten die Entwicklung bereits an.

Patientenverfügung: Schritt in die richtige Richtung

Für den Schriftsteller steht fest: «Sterbehilfe-Organisationen sind die Avantgarde der Zukunft.» Auch Patientenverfügungen, die festlegen, dass bestimmte Behandlungen am Lebensende ablehnt werden, sind nach Walsers Dafürhalten ein Schritt in diese Richtung. Auch er und seine Frau hätte eine solche Patientenverfügung.

(agenturen/halp)

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K. Walther
(K.Walther Mann)
Zürich
Verfasst am:
8.2.2010 8:57

 

So stimmt das nicht

Der Staat will gerade nicht, dass wir das Sterben... mehr …

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