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Familiendramen beginnen mit der Armeewaffe

Montag, 8. Februar 2010, 15:45 Uhr

Bei tödlichen Familiendramen greift der Täter meistens zu einer Schusswaffe. Dabei wird in einem Viertel der Fälle mit einer Armeewaffe getötet.

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Das zeigt eine neue Studie des Universitätsspitals in Lausanne (CHUV), welche der bereits eingereichten Initiative «Schutz vor Waffengewalt» Auftrieb verleihen könnte.

In drei Viertel der sogenannten erweiterten Suizide griff der Täter zu einer Schusswaffe. In einem Viertel dieser Fälle war es Armeewaffe. In einem weiteren Viertel (28 Prozent) konnte die Herkunft der Waffe nicht rekonstruiert werden, weil beispielsweise von der Polizei nicht protokolliert. Die restlichen Waffen - rund die Hälfte - stammte aus Privatbesitz.

In der Zusammenfassung der Studie, die Ende Januar im «American Journal of Forensic Medicine and Pathology» erschien, folgern die Autoren: «Ein strengeres Waffenrecht in der Schweiz könnte ein Faktor in der Prävention von erweiterten Suiziden sein.»

Hemmschwelle sinkt

Nationalrätin Chantal Galladé (SP/ZH), eine der Initiantinnen der Volksinitiative «Schutz vor Waffengewalt», ist von den Zahlen nicht überrascht. «Man weiss, dass erweiterte Suizide oft mit Schusswaffen begangen werden», sagte sie. Mit solchen könne aus Distanz getötet werden, was die Hemmschwelle senke.

Die Initiative «Schutz vor Waffengewalt» will Armeewaffen aus privaten Haushalten verbannen. Auch sollen alle Schusswaffen zentral registriert werden. Wer eine Waffe besitzen will, soll nachweisen müssen, dass er eine solche benötigt und entsprechende Fähigkeiten mitbringt.

Mehr als 20 jährige Studienzeit

Die Studie untersuchte 75 Delikte, bei denen der Täter zuerst sein Opfer und dann sich selber tötete. Die Fälle stammen aus zehn Kantonen aus den Jahren 1981 bis 2004. Erstautorin ist die Medizinerin Silke Grabherr, einer der weiteren Autoren ist der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias. Er publizierte bereits eine ähnliche, auf Hochrechnungen basierende Studie zu diesem Thema.

(sda/horm)

Kommentare aktiv...

S. Pfister, Zürich
(iota Mann)
Verfasst am: 10.2.2010 15:07

Druckmittel

Es geht nicht nur um Mord und Suizid. Ich habe... mehr

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S. Pfister, Zürich
(iota Mann)
Verfasst am: 10.2.2010 15:05

Zynismus

"Gewehr ins Zaughaus bringt nicts, weil der... mehr

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S. Pfister, Zürich
(iota Mann)
Verfasst am: 10.2.2010 15:01

mehr Sicherheit

mit der Initiative kann man viele Affekt-Taten... mehr

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