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Alkoholkonsum von Bündner Polizisten im Visier

Montag, 8. Februar 2010, 17:23 Uhr, Aktualisiert 21:12 Uhr

Einen Tag vor Beginn des WEF in Davos hat der Tod des Bündner Polizeichefs Markus Reinhardt international für Schlagzeilen gesorgt. Er war wenige Tage zuvor alkoholisiert auf der Einsatzzentrale des WEF-Sicherheitsdienstes aufgetaucht. Jetzt will die Bündner Justizdirektorin Barbara Janom Steiner unter anderem den Vorfall genauer unter die Lupe nehmen.

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Janom Steiner will den Alkoholkonsum von Polizisten im Vorfeld des WEF in Davos intern abklären. Die Untersuchung ist eine Folge der Ereignisse um die Selbsttötung des WEF-Sicherheitschefs und Bündner Polizeikommandanten.

Mit Alkohol angestossen

Je nach Ergebnis der internen Abklärung werde die Regierungsrätin die notwendigen Massnahmen ergreifen, teilte das Bündner Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit mit.

Bild Barbara Janom Steiner, Mikrofone im Vordergrund
Janom Steiner wartet die Ergebnisse der internen Untersuchung ab. keystone

Nach dem aktuellen Wissenstand haben vier von fünf Polizisten, darunter der Polizeikommandant, sowie zwei Zivilangestellte der Kantonspolizei am Sonntag, 24. Januar, in Davos mit einem Glas «Röteli», einem Bündner Likör, auf das bevorstehende WEF angestossen. Der Polizist, welcher die Gruppe fuhr, trank keinen Alkohol.

«Vorbildliches Verhalten» erwartet

Das Departement von Janom Steiner präzisierte einen Bericht der «SonntagsZeitung», die behauptet hatte, das Bündner Polizeigesetz habe die strengsten Alkoholregeln der Schweiz. Das Polizeigesetz sehe kein explizites Alkoholverbot für Polizistinnen und Polizisten vor. Die Polizeiverordnung erwarte jedoch ein «vorbildliches Verhalten».

Regierungsrätin Janom Steiner will nach Abschluss der internen Untersuchung auch die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates über die Ergebnisse orientieren.

Kein Abschiedsbrief

WEF-Sicherheitschef und Polizeikommandant Markus Reinhardt hatte sich am 26. Januar, einen Tag vor der WEF-Eröffnung, mit der Dienstwaffe in einem Hotel in Davos das Leben genommen. Die Ursachen, die ihn zu dieser Tat bewegten, sind unklar. Einen Abschiedsbrief hinterliess er nicht.

Reinhardt war am Sonntag davor alkoholisiert auf der Einsatzzentrale des WEF-Sicherheitsdienstes aufgetaucht und hatte sich danach auf den Sicherheitsrundgang begeben, auf dem mit «Röteli» angestossen wurde.

(ddp/muei)

Kommentare aktiv...

P. Beutler

Verfasst am: 9.2.2010 22:22

Das ganze ist tragisch! Wenn es

in einem Selbstmord endet, sowieso. Offenbar... mehr

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A. Guant, Sunybeach
(Guant Mann)
Verfasst am: 9.2.2010 11:07

Von Oben herab wie bei einem Schulbub

Kollegialität wächst nicht von Oben herab,... mehr

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C. W., bern
(elisa0307 Frau)
Verfasst am: 8.2.2010 20:51

Vorbildliches Verhalten erwartet !!

Sollte man erwarten können , desshalb also nicht... mehr

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