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Krawalle in Zürich - hoher Sachschaden

Sonntag, 7. Februar 2010, 5:07 Uhr, Aktualisiert 20:58 Uhr

Bei einer unbewilligten Kundgebung ist es in der Nacht zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Stadtpolizei Zürich setzte Gummischrott und Tränengas ein. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt.

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Ausschreitungen in Zürich

Laut Informationen von «tagesschau.sf.tv» haben die Organisatoren bereits am Samstagmorgen per SMS für eine «Strassenparty» namens «Reclaim the Streets» mobilisiert. Offenbar wurden zudem nach dem Fussballspiel FC Zürich – Neuchâtel Xamax verschiedene Flyer verteilt, auf denen aufgerufen wurde, sich beim Carparkplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs zu versammeln. Dies erklärte Marco Cortesi, Mediensprecher der Stadtpolizei, gegenüber der «Tagesschau».

Protestform «Reclaim the Streets»

Die aus England stammende Demonstrationsform «Reclaim the Streets» (wörtlich übersetzt: «Holt euch die Strasse zurück») gilt als Strassenaktion für «eine andere Nutzung des öffentlichen Raums», die von Musikmobilen und Tanzenden begleitet wird. Die Protestform wurde von der Anti-Globalisierungsbewegung aufgenommen.

Laut der Polizei hatten rund 500 Personen lautstark einen Demonstrationszug gebildet, der sich Richtung Limmatplatz bewegte. «In der Langstrasse wurden dann die ersten Fensterscheiben eingeschlagen. Dementsprechend hat die Polizei ein Aufgebot zusammengestellt, um diese Sachbeschädigungen zu verhindern», so Cortesi.

Bild Auto mit zerbrochener Scheibe.
Insgesamt werden die Schäden auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt. markus heinzer / newspicture

Unterwegs versprayten die Demonstranten mehrere Autos und Fassaden. Ausserdem schlugen sie Fensterscheiben von Fahrzeugen, Geschäften und Restaurants ein.

Strassenschlacht mit der Polizei

Bei der Stauffacherbrücke kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den Randalierern und der Stadtpolizei. Mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen bewarfen die Demonstrierenden die Polizisten. Diese setzten Gummischrot und Tränengas ein.Es sei schwierig zu sagen, welche Gruppierungen hinter diesen Demonstranten standen, sagte Cortesi weiter. «Wir haben rund 500 Personen beobachtet, rund 50 bis 100 davon dürften dem linksautonomen Block zugehörig gewesen und dementsprechend auch politisch motiviert gewesen sein.»

Bild Eingeschlagenes Schaufenster bei einem Zürcher Kleidergeschäft.
Die Chaoten schlugen zahlreiche Fensterscheiben von Geschäften und Restaurants ein. markus heinzer newspicture

Keine Festnahmen

«Wir konnten und mussten nicht damit rechnen, dass so eine massive Gewalt nach einem Fussballspiel plötzlich ausbricht», schätzt Cortesi die Situation in der Nacht ein. Es sei auch nicht möglich gewesen, Personen festzunehmen, weil das Polizeiaufgebot dazu zu klein gewesen sei. Auch seien die Randalierer zu gewalttätig gewesen.

Die Teilnehmer der Kundgebung zogen in Richtung Helvetiaplatz und Langstrasse ab, wo sich ihr Zug kurz vor 2 Uhr auflöste.

(sf/schj)

Kommentare aktiv...

G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 8.2.2010 15:32

G. Meeringer, na dann

haben wir ja ausreichend faschistisches... mehr

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E. Verena, Zürich

Verfasst am: 8.2.2010 12:29

Linke

Das ist bekannt, dass überall wo die Linken sich... mehr

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P. Kessler, Luzern
(klosters13 Mann)
Verfasst am: 8.2.2010 12:14

Die grössten Polizei-Korps der Schweiz...

In der grössten Stadt der Schweiz, wo die Stadt-... mehr

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