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Erdbeben in Haiti

Illegale Adoption: Befragung der Verdächtigen angelaufen

Mittwoch, 3. Februar 2010, 3:05 Uhr

Ein haitianischer Untersuchungsrichter hat mit der Befragung von zehn Amerikanern begonnen, die nach dem Erdbeben in Haiti unter dem Verdacht der illegalen Kindervermittlung festgenommen worden sind.

Bild Haitianischen Waisen
Die Kinder sollten illegal vermittelt werden. reuters

Die Befragung der fünf verdächtigten Frauen am Dienstag dauerte mehrere Stunden, die fünf Männer sollen am heutigen Mittwoch an die Reihe kommen.

Die Ergebnisse der Befragung sollen dann einem Staatsanwalt vorgelegt werden, der über eine offizielle Anklageerhebung entscheidet.

Vorwürfe zurückgewiesen

Die zehn US-Bürger, baptistische Christen aus dem Staat Idaho, waren in der vergangenen Woche bei dem Versuch festgenommen worden, 33 Kinder ausser Landes zu bringen. Sie werden verdächtigt versucht zu haben, die Kinder illegal an Adoptiveltern zu vermitteln.

Die Beschuldigten wiesen die Vorwürfe zurück und erklärten, sie wollten für die Kinder ein Waisenhaus in der an Haiti angrenzenden Dominikanischen Republik errichten.

Die haitianische Regierung hat alle Adoptionen gestoppt, die nicht schon vor dem Beben am 12. Januar eingeleitet waren. Zu gross ist die Befürchtung, dass verwaiste oder von ihren Familien getrennte Kinder jetzt mehr denn je in Gefahr sind, verschleppt und verkauft zu werden. Ohne Papiere und ohne jegliche Versuche, die Familie ausfindig zu machen, könnten sie für immer von Angehörigen getrennt werden, die willens und in der Lage wären, für sie zu sorgen.

(ap/weis)

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