Schweiz
Neue Bankdaten-Affäre könnte sich anbahnen
Die Liste eines Informanten, auf der angeblich Daten von 1500 mutmasslichen Steuersündern angegeben sind, dürfte für das deutsche Finanzministerium verlockend sein. Die Daten scheinen relevant zu sein, auch in Bezug auf Konten in der Schweiz. Ob Deutschland auf den Handel eintritt, ist in der Schwebe. Für Politiker in der Schweiz wäre der Kauf bedenklich.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Stefan Reinhart, SF-Korrespondent in Berlin, schätzt die Chance jedoch als hoch ein, dass der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble die Daten kaufen wird. Das Gesamtvolumen der Steuernachzahlungen liege bei geschätzten 100 Millionen Euro.
Angesichts der deutschen Finanzlage liege es nahe, dass Schäuble auf den Deal eintrete. Zudem habe Schäubles Vorgänger, Peer Steinbrück, damals dasselbe getan mit liechtensteinischen Datensätzen, erinnert Reinhart.
Doppelbesteuerungsabkommen in Gefahr
Falls Schäuble auf den Handel eintreten werde, dürfte die Beziehung zwischen der Schweiz und seinem nördlichen Nachbarn schwer belastet werden, meint Hans-Peter Forster, SF-Bundeshausredaktor.
Zur Zeit sind heikle Verhandlungen über ein neues Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den beiden Ländern im Gange. Falls Deutschland die Daten für Strafverfolgungen verwenden würde, sei es denkbar, dass die Schweiz die Verhandlungen sistieren würde, meint Forster. Dies sei schon im Fall mit Frankreich der Fall gewesen.
«Damit darf kein Geld verdient werden»
Für Nationalrat Daniel Jositsch (SP/ZH) ist der Kauf der Daten bedenklich, wie er gegenüber «10vor10» sagte. Es sei verständlich, dass ein Staat möglichst viele Steuerdelikte aufdecken wolle. Man müsse sich aber an gewisse Spielregeln halten.
Wenn man damit beginne, solche Informationen zu kaufen, wolle letzten Endes jeder, der in einem Strafverfahren mithelfe, seine Informationen dem Staat zum Kauf anbieten. Ein korrektes Vorgehen in einem solchen Fall wäre, die Informationen gratis anzubieten, so Jositsch. Damit dürfe kein Geld verdient werden.
Auch Adrian Amstutz, Nationalrat (SVP/BE), spricht sich klar gegen den Handel aus. Wenn Deutschland die Daten nun abkaufen, würde, sei das Hehlerei, meint er. Philipp Müller, Nationalrat (FDP/AG) sagte: «Es geht um eine kriminelle Tat und ich hoffe sehr, dass sich Deutschland nicht verleiten lasse und Nachahmer belohnt.»
(sf/bers)
Meldungen im Tagesverlauf
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Brandkatastrophe in Katar: Mindestens 19 Tote
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid


Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Brandkatastrophe in Katar: Mindestens 19 Tote
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»



















W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 30.1.2010 11:11
@ M. Gygax Junge CVP Bern
@ M. Gygax Junge CVP Bern Es freut mich, dass die... mehr
Zustimmen — 27 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 7 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
H. Frühling, Bern
Verfasst am: 30.1.2010 10:39
Steuerämter
lest diese Offenbarungen. Hier besteht in vielen... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
H. Frühling, Bern
Verfasst am: 30.1.2010 10:36
Schwarzpeter
ICH haben nichts getan! Der andere hat auch... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten