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Neue Bankdaten-Affäre könnte sich anbahnen

Freitag, 29. Januar 2010, 21:48 Uhr, Aktualisiert 30.01.2010, 10:42 Uhr

Die Liste eines Informanten, auf der angeblich Daten von 1500 mutmasslichen Steuersündern angegeben sind, dürfte für das deutsche Finanzministerium verlockend sein. Die Daten scheinen relevant zu sein, auch in Bezug auf Konten in der Schweiz. Ob Deutschland auf den Handel eintritt, ist in der Schwebe. Für Politiker in der Schweiz wäre der Kauf bedenklich.

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Einschätzungen von SF-Korrespondent Stefan Reinhart und SF-Bundeshausredaktor Hans-Peter Forster.

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Stefan Reinhart, SF-Korrespondent in Berlin, schätzt die Chance jedoch als hoch ein, dass der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble die Daten kaufen wird. Das Gesamtvolumen der Steuernachzahlungen liege bei geschätzten 100 Millionen Euro.

Angesichts der deutschen Finanzlage liege es nahe, dass Schäuble auf den Deal eintrete. Zudem habe Schäubles Vorgänger, Peer Steinbrück, damals dasselbe getan mit liechtensteinischen Datensätzen, erinnert Reinhart.

Doppelbesteuerungsabkommen in Gefahr

Falls Schäuble auf den Handel eintreten werde, dürfte die Beziehung zwischen der Schweiz und seinem nördlichen Nachbarn schwer belastet werden, meint Hans-Peter Forster, SF-Bundeshausredaktor.

Zur Zeit sind heikle Verhandlungen über ein neues Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den beiden Ländern im Gange. Falls Deutschland die Daten für Strafverfolgungen verwenden würde, sei es denkbar, dass die Schweiz die Verhandlungen sistieren würde, meint Forster. Dies sei schon im Fall mit Frankreich der Fall gewesen.

«Damit darf kein Geld verdient werden»

Für Nationalrat Daniel Jositsch (SP/ZH) ist der Kauf der Daten bedenklich, wie er gegenüber «10vor10» sagte. Es sei verständlich, dass ein Staat möglichst viele Steuerdelikte aufdecken wolle. Man müsse sich aber an gewisse Spielregeln halten.

Wenn man damit beginne, solche Informationen zu kaufen, wolle letzten Endes jeder, der in einem Strafverfahren mithelfe, seine Informationen dem Staat zum Kauf anbieten. Ein korrektes Vorgehen in einem solchen Fall wäre, die Informationen gratis anzubieten, so Jositsch. Damit dürfe kein Geld verdient werden.

Auch Adrian Amstutz, Nationalrat (SVP/BE), spricht sich klar gegen den Handel aus. Wenn Deutschland die Daten nun abkaufen, würde, sei das Hehlerei, meint er. Philipp Müller, Nationalrat (FDP/AG) sagte: «Es geht um eine kriminelle Tat und ich hoffe sehr, dass sich Deutschland nicht verleiten lasse und Nachahmer belohnt.»

(sf/bers)

Kommentare aktiv...

W. Kathriner, Sarnen

Verfasst am: 30.1.2010 11:11

@ M. Gygax Junge CVP Bern

@ M. Gygax Junge CVP Bern Es freut mich, dass die... mehr

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H. Frühling, Bern

Verfasst am: 30.1.2010 10:39

Steuerämter

lest diese Offenbarungen. Hier besteht in vielen... mehr

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H. Frühling, Bern

Verfasst am: 30.1.2010 10:36

Schwarzpeter

ICH haben nichts getan! Der andere hat auch... mehr

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