WEF Davos 2010
Youtube-Sieg: Unbekannte darf auf WEF-Podium
Die Engländerin Julia Lalla-Maharajh hat den Youtube-Wettbewerb des Weltwirtschaftsforums (WEF) gewonnen. Lalla-Maharajh darf nun am 30. Januar auf dem WEF-Podium gleichberechtigt mitdiskutieren. Gestern traf sie bereits den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton.
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Unter dem Titel «Davos Debates 2010» konnten Nutzer der Videoplattform Youtube ihre Gedanken und Fragen zu Schlüsselproblemen der Menschheit in Form von kurzen Videobeiträgen darstellen und hochladen. Den Wettbewerb für sich entscheiden konnte Julia Lalla-Maharajh mit einem leidenschaftlichen Beitrag gegen die Genitalverstümmelung bei Frauen.
Julia Lalla-Maharajh darf nun am kommenden Samstag als volle Teilnehmerin ein Plädoyer gegen die Beschneidung von Frauen halten. Am Podium teilnehmen werden auch Prof. Muhammed Yunus (Nobelpreisträger), Ann Venemann (Unicef) und Dr. Margaret Chanh (Generaldirektorin der WHO).
Wie Youtube-Bilder zeigen, unterhielt sich die Londonerin gestern am WEF bereits mit dem amerikanischen Ex-Präsidenten Bill Clinton. Sie schilderte ihm ihr Engagement gegen die weibliche Genitalbeschneidung. Clinton schien interessiert zu sein, erzählte von seinen Erfahrungen in Afrika und wünschte viel Glück. «Mach weiter so, du kämpfst für eine grossartige Sache», sagte der Ex-Präsident zu Lalla-Maharajh.
Multimediales WEF
Neben Lalla-Maharajh nehmen noch 2500 andere Teilnehmer am diesjährigen WEF teil. Weitaus grösser als die Zahl der Anwesenden ist jedoch die Zahl jener, die über das Internet dabei sind. Das WEF hat 1,5 Millionen Follower beim sozialen Netzwerk Twitter. Unbekannte User können hier mit 250 Teilnehmern des WEF kommunizieren, darunter Microsoft-Gründer Bill Gates oder Barbara Stocking, CEO der grossen Nichtregierungsorganisation Oxfam.
Die öffentliche Facebook-Seite des Forums zählt 5400 «Freunde» und die Bilder auf Flickr wurden bislang 2,5 Millionen Mal angesehen. Das Internet-Videoportal des WEF auf Youtube («The Davos Debates») hat 10'000 Abonnenten. Die 1700 Videos wurden bereits elf Millionen Mal angesehen.
(sf/widb)
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