WEF Davos 2010
Ackermann gegen Strafsteuer für Banker-Boni
Donnerstag, 28. Januar 2010, 21:26 Uhr, Aktualisiert 29.01.2010, 11:49 Uhr
Am Mittwoch forderte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy am WEF schärfere Regeln für die Bankenwelt. Dabei brachte er Regeln für Boni und eine Strafsteuer für zu hohe Löhne ins Spiel. Eine Regelung, welche unter anderem der Schweizer Banker Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, nicht goutiert.
In Übereinstimmung mit G20 hätten viele Banken schon ihre Lohnsysteme angepasst. «Eine Besteuerung als einzelne Massnahme in einzelnen Länder kann sicher nicht eine gute Lösung sein,» sagt Ackermann gegenüber «10vor10».
Die Banker wehren sich
Weiter hielt Ackermann fest: «Man kann nicht sagen: Banken müssen wieder profitabel werden um ihre reale Funktion auszuüben und auch ihr Kapital stärken. Und dann gleichzeitig durch eine Sondersteuer die Profitabilität reduzieren. Das finde ich nicht sehr produktiv.»
Gleichwohl ist Ackermann der Meinung, dass man bei der Höhe der Boni eine gewisse Zurückhaltung üben muss.
WEF-Gründer Klaus Schwab betonte bei seiner Eröffnungsrede, dass eine Rückkehr zum alten System nicht möglich sei.
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(sf/bers)



