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Bündner Kapo-Chef erschoss sich mit Dienstwaffe

Donnerstag, 28. Januar 2010, 17:26 Uhr, Aktualisiert 29.01.2010, 1:09 Uhr

Der WEF-Sicherheitschef und Bündner Polizeikommandant Markus Reinhardt hat sich gemäss dem rechtsmedizinischen Gutachten am Dienstagmorgen in Davos mit der Dienstwaffe das Leben genommen. Sein Alkoholproblem war laut Regierungsrätin Barbara Janom Steiner nicht der Grund für den Freitod.

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Rechtsmedizinische Untersuchungen ergaben, dass der Tod des Bündner Polizeikommandanten nicht durch Fremdverschulden verursacht wurde. Markus Reinhardt habe sich am Dienstag zwischen 06.30 und 07.45 Uhr in seinem Hotelzimmer mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen, teilte die Bündner Staatsanwaltschaft mit.

Schwieriger Tag

Der 61-jährige Polizeikommandant wurde einen Tag vor der WEF-Eröffnung tot aufgefunden. Die Regierungsrätin hatte den WEF-Sicherheitschef in der Hotel-Lobby für eine Besprechung erwartet, wie Janom Steiner erklärte.

Freitod vor Treffen mit Regierungsrätin

Am Treffen wäre auch das Alkoholproblem des Kommandanten zur Sprache gekommen, von dem die Regierungsrätin im Mai 2008, kurz nach ihrem Amtsantritt, in Kenntnis gesetzt wurde. Wie Janom Steiner erklärte, erfuhr sie letzten Sonntag, dass Reinhardt alkoholisiert im Kommandoposten für die WEF-Sicherheitsdienste in Davos erschienen war.

«Wir wissen nicht, welche Gründe Markus Reinhardt dazu bewogen haben, sich das Leben zu nehmen.»
Bündner Regierungsrätin Barbara Janom Steiner

Die Regierungsrätin hätte Reinhardt, der die Kantonspolizei während 26 Jahren kommandierte, am Dienstag möglicherweise die Verantwortung entzogen. Sie habe diesen Schritt erwogen, falls sich der Verdacht erhärtet hätte, dass der Kommandant alkoholisiert in der Einsatzzentrale erschienen sei, sagte Janom Steiner.

Alkoholproblem der Regierung bekannt

Ein Zusammenhang zwischen dem Freitod und der Alkoholabhängigkeit sei aber nicht erwiesen, sagte die Regierungsrätin. «Wir wissen nicht, welche Gründe Markus Reinhardt dazu bewogen haben, sich das Leben zu nehmen», betonte sie. Hinweise auf das tragische Ereignis habe es nicht gegeben.

Das Alkoholproblem des Bündner Polizeikommandanten war nicht nur seiner Vorgesetzten und dem Korps bekannt, sondern auch der Gesamtregierung. Wie lange es schon bestand und ob ihr Vorgänger im Amt davon wusste, konnte Janom Steiner nicht sagen.

Die Regierungsrätin hatte mit dem Polizeikommandanten unter Beizug eines Vertrauensarztes Massnahmen vereinbart, um die Alkoholkrankheit Reinhardts in den Griff zu bekommen. Sie habe dem Kommandanten von Anfang an klar gemacht, dass sein Problem mit seiner Verantwortung nicht kompatibel sei.

Inwieweit Reinhardts Befehl zum «finalen tödlichen Rettungsschuss» auf einen 22-jährigen Amokschützen von Ende März 2000 in Chur das Leben des Kommandanten veränderte, bleibt offen. Es sei ein einschneidendes Erlebnis und ein tragischer Moment für Reinhardt gewesen, sagte die Regierungsrätin. Sie habe mit dem Kommandanten darüber gesprochen, aber nicht oft.

(ddp/sda/hues/horm)

Kommentare aktiv...

U. Keller, Klaeng

Verfasst am: 29.1.2010 19:48

B.Janom Steiner unter Druck

Frau B.Janom Steiner gerät immer wieder ins... mehr

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J. Daehler, Appenzell

Verfasst am: 29.1.2010 18:12

Dumm

Warum musste Frau Steiner genau am Tag der... mehr

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E. Steiner, Cham

Verfasst am: 29.1.2010 10:21

Zensur

Zensur Zensur Zensur danke schön ans SF

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