WEF Davos 2010
40 Jahre WEF in Davos
Vor 40 Jahren hat der deutsche Wirtschaftsprofessor Klaus Schwab das Weltwirtschaftsforum in Davos ins Leben gerufen. Was als Konferenz für Wirtschaftskapitäne begann, wurde zunehmend politischer.
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Ans erste Treffen 1971 kamen 450 Manager, 1975 reisten schon 860 Teilnehmer nach Davos und heute sind es 2500 Geladene. Begonnen hatte Davos nicht als Treffpunkt der Wichtigen in dieser Welt, sondern als European Management Forum.
Schwab gelang es, das WEF immer breiter zu verankern. 1987 schliesslich wurde aus dem European Management Forum das World Economic Forum, 1000 Mitgliedsfirmen finanzieren den Anlass.
Der Handshake von Mandela und de Klerk
Schimon Peres und Jassir Arafat schlossen 1994 in Davos das Gaza-Jericho-Abkommen. Zwei Jahre später gaben sich Frederik de Klerk und Nelson Mandela in Davos die Hand.
Friede Springer, die Mehrheitseignerin des gleichnamigen Medienkonzerns, meint, das Forum habe die Welt nicht unbedingt besser gemacht, aber sicher dazu beigetragen, mehr Verständnis für andere Positionen, Menschen und deren Ansichten zu entwickeln.
«Es schafft Vertrauen», meint Thomas Glocer, der Konzernchef von Thomson-Reuters. Das langjährige Mitglied verteidigt die endlos langen Debatten: Bevor man vernünftig handeln kann, müsse man die Fakten kennen, sich persönlich kennenlernen und die konträren Standpunkte ausdiskutieren.
Krawalle um Jahrtausendwende
Das WEF wurde besonders zur Jahrtausendwende zu einem Reizwort der Globalisierungsgegner. Schwab band daraufhin konstruktive Kritiker in das Open Forum ein, auf dem dieses Jahr beispielsweise die Kirchen mit der französischen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde diskutieren.
2010 fällt die schwache Teilnahme von Politikern aus den Vereinigten Staaten auf. Prominentester Vertreter ist Präsident Obamas Wirtschaftsberater Larry Summers. Hingegen treten Repräsentanten aus den Entwicklungs- und Schwellenländern immer mehr in Erscheinung.
(agenturen/widb)
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