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Erdbeben in Haiti

Haitianer nach zwölf Tagen aus den Trümmern gerettet

Mittwoch, 27. Januar 2010, 1:04 Uhr, Aktualisiert 11:28 Uhr

Auf Haiti ist ein weiterer Verschütteter lebend aus den Trümmern geborgen worden. US-Soldaten fanden den Mann leicht verletzt unter den Resten eines Hauses in der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort hatte er seit zwölf Tagen gelegen.

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Verschütteter geborgen

Wie die US-Armee mitteilte, war der 31-Jährige nicht während des ersten gewaltigen Erdbebens vor zwei Wochen verschüttet worden, sondern durch eines der zahlreichen Nachbeben, die Haiti in der Folge erschütterten.

Die US-Soldaten seien damit beschäftigt gewesen, Trümmer beiseite zu räumen, als sie den Mann zufällig entdeckten, hiess es. Der Gerettete hatte ein gebrochenes Bein, war im Gesicht verletzt und stark dehydriert. Er sei ausser Lebensgefahr und zu Ärzten gebracht worden.

Bild Überlebender des Erdbebens
Der Mann ist nur leicht verletzt. keystone

Einsatzkräfte haben inzwischen mehr als 130 Menschen lebend aus den Schuttbergen geholt. Nach Schätzungen der haitianischen Regierung kamen bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 am 12. Januar mindestens 150'000 Menschen ums Leben. Hunderttausende wurden obdachlos und sind seither auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen.

«Sie behandeln uns wie Tiere»

In Port-au-Prince spielten sich am Dienstag (Ortszeit) bei der Ausgabe von Wasser und Nahrungsmitteln dramatische Szenen ab. UNO-Friedenstruppen aus Brasilien mussten vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Tränengas einsetzen, um dem Andrang einer riesigen Menge Herr zu werden.

«Sie behandeln uns wie Tiere, sie schlagen uns, dabei haben wir nur Hunger», sagte ein 30-jähriger Mann. Trotzdem erklärten viele, sie seien dankbar für die internationale Hilfe und wollten unter keinen Umständen, dass die haitianische Regierung die Verteilung übernehme.

(sda/dapd/weis)

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G. rud.v.rohr, adliswil

Verfasst am: 27.1.2010 13:56

Wunder geschehen...

Ich mag nicht daran denken, wieviele Menschen... mehr

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