Erdbeben in Haiti
«Haiti braucht fünf bis zehn Jahre lang Hilfe»
Das von einem Erdbeben zerstörte Haiti hat die internationale Gemeinschaft um langjährigen Beistand gebeten. Das Land brauche mindestens fünf bis zehn Jahre lang Hilfe beim Wiederaufbau, sagte Ministerpräsident Jean-Max Bellerive im kanadischen Montréal.
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Das Volk sei ausgeblutet, gemartert und am Boden zerstört, sagte Bellerive. «Die Menschen von Haiti brauchen mehr und mehr und mehr Hilfe, um den Wiederaufbau zu schaffen.»
Auch die Chefin des UNO-Welternährungsprogramms (WFP), Josette Sheeran, betonte, dass die Überlebenden des Erdbebens viel länger versorgt werden müssten als angenommen. Ursprünglich habe ihre Organisation mit zwei Millionen Menschen gerechnet, die während sechs Monaten versorgt werden müssten. «Jetzt gehen wir von mindestens zwölf Monaten aus», sagte Sheeran in New York.
Mittlerweile habe sich gezeigt, dass sich Haiti noch weniger selbst versorgen könne, als angenommen. «Haiti ist kein unabhängiges Land mehr», sagte Sheeran. Das Projekt Haiti sei eine der grössten, wenn nicht die grösste Herausforderung, vor der das Ernährungsprogramm in 40 Jahren gestanden habe.
Spezialkekse und Vitamine
Das Welternährungsprogramm will jeden erwachsenen Haitianer mit 2100 Kilokalorien am Tag versorgen. «Das schaffen wir derzeit nur mit Spezialkeksen, die einen besonders hohen Energieanteil haben. Die beschaffen wir derzeit zu Hunderttausenden in El Salvador», sagte Sheeran.
Zudem gebe es 400'000 Vitaminpäckchen speziell für Kinder. Die werden mit Wasser aufgegossen und sind sehr nahrhaft. Leider seien sei aber auch teuer, sagte Sheeran.
Allgemein sei die Verteilung das grosse Problem: Nach dem Beben in Pakistan seien ihre Mitarbeiter mit dem Helikopter und Aussenlasten besser vorangekommen als jetzt mit Lastwagen, sagte Sheeran. Diese bräuchten auf den Strassen von Port-au-Prince eineinhalb Stunden für zwei Kilometer.
Einigkeit in Montréal
In der ostkanadischen Stadt Montréal hatten sich die Aussenminister und andere Vertreter von etwa 20 Staaten und Weltorganisationen getroffen, um über die Zukunft Haitis zu beraten.
US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte, die Teilnehmer der Konferenz hätten sich auf Grundlagen für die Haiti-Hilfe geeinigt. Dazu gehörten die Führungsrolle des haitianischen Staats und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Partnern.
Auch der französische Aussenminister Bernard Kouchner versicherte, bei der internationalen Intervention gehe es nicht darum, Haiti zu «besetzen», sondern darum zu helfen - «mit den Haitianern, für sie, unter ihrer Führung».
Ein umfassendes Konzept und die Finanzierung der Haiti-Hilfe sollen Thema einer grossen Konferenz im März in New York sein. Gastgeberin werde die UNO sein, gab der kanadische Aussenminister Lawrence Cannon zum Abschluss der Konferenz in Montréal bekannt.
(sda/weis)
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P. Müller, Zürich
)
(Peter550
Verfasst am: 8.2.2010 15:15
Kreative Aktion
Finde das eine super Aktion:... mehr
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I. Weiss, Bünzen
Verfasst am: 26.1.2010 10:59
Genau darum...
haben die imperialistische USA das Land besetzt... mehr
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V. orname Name, Ort
Verfasst am: 26.1.2010 8:51
A.Holenstein
Sie sind doch der Irre, der hier vor ein paar... [1] mehr
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