Schweiz
UBS-Affäre: Merz scheut keine Untersuchung
Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat keine Angst vor einer parlamentarischen Untersuchung über seine Rolle bei der UBS-Affäre. Er würde fast alles noch einmal gleich machen, sagte er in am Samstag erschienenen Interviews. Von dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts über die Herausgabe von 285 UBS-Kundendaten zeigte er sich dennoch überrascht.
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Er habe zwar nicht erwartet, dass das Bundesverwaltungsgericht die Herausgabe von 285 UBS-Kundendaten durch die Finma als illegal beurteile, sagte Merz im «St. Galler Tagblatt» und in der «Zürcher Landzeitung».
Betrüger nicht höher gewichten als Volkswirtschaft
Es sei damals um eine Interessenabwägung zwischen einer gewissen Anzahl Steuerhinterziehern und Steuerbetrügern sowie der Schweizerischen Volkswirtschaft, vertreten durch die UBS, gegangen.
«Wir waren der Meinung, dass diese Betrüger und Hinterzieher nicht höher gewichtet werden dürfen, als die Interessen unserer Volkswirtschaft», erklärt Merz wörtlich. Er sei überzeugt, dass diese Abwägung legitim gewesen sei.
Sehnsucht nach Transparenz
Merz sagt im Interview weiter, dass er eine Untersuchung durch das Parlament nicht fürchte. Er sehne sich nach Transparenz, nachdem er in letzter Zeit viele Vorwürfe habe anhören müssen. «Betrachtet man die damalige Stossrichtung und wäge sie mit den Varianten ab, welche zur Verfügung standen, haben wir alles richtig gemacht», ist Merz überzeugt.
Seine bevorzugte Variante sei gewesen, das Amtshilfeverfahren weiter zu führen. Er habe einen Musterfall herbeiführen wollen und deshalb Kontakt mit der Bundessteuerbehörde im US-Finanzministerium aufgenommen. Dort habe er sich für die Beschreitung des Rechtsweges einsetzen wollen. Den Amerikanern habe dieses Verfahren zu lange gedauert.
Kein Gegenüber im US-Finanzministerium gehabt
Auch politisch ist Merz Ende 2008/Anfang 2009 in den USA gegen eine Wand gelaufen, heisst es weiter. Eine Kontaktaufnahme mit dem damals abtretenden Präsidenten George W. Bush sei gescheitert. Dann sei die Sache im Januar 2009 nicht vorangekommen.
Weil der neue US-Präsident Barack Obama Timothy Geithner erst im Februar als Finanzminister einsetzte, habe er kein Gegenüber im Finanzministerium gehabt.
(sda/halp)
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M. hurni, Bern
Verfasst am: 23.1.2010 18:22
Ja, ja ja Opi Merz!
so kommt es halt, wenn man die Bibel anstatt die... mehr
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E. Hasler, Zürich
Verfasst am: 23.1.2010 12:19
BR Merz ist ein integrer Schweizer
Was hier & in anderen Medien gegen diesen... [1] mehr
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M. Scherrer, Kilchberg ZH
Verfasst am: 23.1.2010 11:30
Neutrale SF Korrespondenten.
Hans Bärenbold ist ein T...el. Wie kann er es... [1] mehr
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