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Erdbeben in Haiti

«Mit Gott und Gesang»

Freitag, 22. Januar 2010, 10:00 Uhr, Aktualisiert 14:14 Uhr

Auch Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti präsentiert sich die Lage im Katastrophengebiet sehr unterschiedlich. Freud und Leid sind nahe beieinander. Dies erlebt auch SF-Sonderkorrespondent Arthur Honegger, der auf die Karibikinsel gereist ist, um von dort zu berichten. Während in den TV-Berichten verständlicherweise die «harten» Fakten überwiegen, stehen in den Online-Blogs die eher persönlichen Eindrücke im Vordergrund. Hier als Beispiel sein aktueller Blog.

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Viele hier in Haiti haben alles verloren - ihr Zuhause, ihren Job, ihre Lieben. Wie kann man so einen Schicksals-Schlag verkraften? Wie reagieren Menschen, wenn ihre ganze Welt buchstäblich um sie herum zusammen bricht? Man könnte denken, dass sie wütend sind, wütend auf die Erde, die bebte, und auf Gott, der dies alles zugelassen hat.

Bild Porträt vor Arthur Honegger
Arthur Honegger sf

Doch die Haitianer sind nicht wütend. Schon gar nicht auf Gott - im Gegenteil. Selbst schwer Verletzte richten ihre Schmerzens-Schreie gen Himmel an Jesus persönlich. In der Not gibt ihnen der Glauben - sei es nun christlich oder Vodoo - die Kraft, das alles hier auszustehen. Und so machen die Menschen hier weiter.

Und sie singen: Alleine, ganz für sich auf der Strasse, oder zusammen, in Märschen und in den Zeltdörfern am Strassenrand. Auch das gibt ihnen Kraft, um trotz allem weiter zu machen; Lebensmut umgeben von Trümmern, dafür haben die Haitianer meinen grössten Respekt.

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(sf/Arthur Honegger)

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