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Erdbeben in Haiti

Kinder aus haitianischen Spitälern verschwunden

Freitag, 22. Januar 2010, 17:53 Uhr, Aktualisiert 23.01.2010, 9:22 Uhr

In Haiti sind nach Informationen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF 15 Kinder aus Spitälern verschwunden. Wie das Hilfswerk mitteilte, besteht der Verdacht, dass die Kinder verschleppt wurden. UNICEF rät internationalen Regierungen derzeit von der Beschleunigung der Adoptonsverfahren ab. Oberste Priorität habe die Suche nach Angehörigen der haitianischen Waisenkinder.

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Haiti: Adoptionen in Schnellverfahren

Kinder seien die Verletzlichsten nach einer Katastrophe und es gebe bereits Berichte über Gewalttaten, sagte UNICEF-Sprecherin Veronique Taveua. Gemäss Hilfsorganisationen irren verlassene und hungernde Kinder derzeit ziellos durch die Strassen von Port-au-Prince. Sie müssten nun als erstes ernährt und psychologisch betreut, sowie identifiziert werden.

Bild Kind liegt verletzt im Krankenbett eines Spitals.
Die Kinder in Haiti brauchen Schutz vor Kriminellen. reuters

UNICEF befürchtet, dass kriminelle Kreise die Situation ausnützen und einen Kinderhandel aufziehen könnten. Netzwerke von Kinderhändlern, die den illegalen «Adoptionsmarkt» bedienten, seien nach Naturkatastrophen besonders aktiv, teilte die Organisation weiter mit.

Reportage: Kinder in Haiti

Keine übereilten Adoptionen

Die UNO-Organisation will die Kinder wenn möglich mit ihren Familien zusammenbringen, falls nötig auch mit entfernteren Verwandten, sagte die UNICEF-Sprecherin weiter. Adoption wird erst eine Option «wenn alle anderen Möglichkeiten erfolglos blieben».

Bild Junge blickt durch Geländer seines Krankenbettes an die Decke, zu Gott.
UNICEF: «Kinder sind die Verletzlichsten nach einer Katastrophe.» reuters

Nach dem schweren Erdbeben der vergangenen Woche, bei dem zehntausende Haitianer ums Leben kamen, haben viele Regierungen weltweit ihre Adoptionsverfahren beschleunigt, um Waisenkinder aus dem Katastrophengebiet zu retten.

Kinderschutzgruppen warnen jedoch vor leichtsinnigem Handeln. Zu schnelle Adoptionsverfahren könnten noch bestehende Familien für immer zerstören, Kinder entwurzeln und in Depressionen stürzen.

Auch die Schweiz sucht nach einer Lösung, um weit fortgeschrittene Adoptionsverfahren voranzubringen. Es handle sich insgesamt um weniger als zehn Fälle, sagte der Leiter der zentralen Adoptionsbehörde des Bundes.

Sofortmassnahmen zum Schutz der Kinder

Das UNO-Komitee für Kinderrechte rief derweil in Genf dazu auf, Sofortmassnahmen zum Schutz der Kinder zu ergreifen. Sie müssten vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, auch vor Entführungen, die als Adoption ausgegeben werden.

(sda/hard)

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L. Marvin, Berlin

Verfasst am: 26.1.2010 2:14

Wieder mal haben die Superreichen ihre Häscher nach frischem "Fleisch" geschickt. Für Nieren/Herz/Le

Wüßt nur mal gern ob der internationale... mehr

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B. Denken, Oberschlau

Verfasst am: 23.1.2010 9:42

Schutz und Betreuung vor Ort

brauchen diese Kinder. Ob legal oder illegal -... mehr

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D. Alhop

Verfasst am: 22.1.2010 20:54

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