Erdbeben in Haiti
Kinder aus haitianischen Spitälern verschwunden
In Haiti sind nach Informationen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF 15 Kinder aus Spitälern verschwunden. Wie das Hilfswerk mitteilte, besteht der Verdacht, dass die Kinder verschleppt wurden. UNICEF rät internationalen Regierungen derzeit von der Beschleunigung der Adoptonsverfahren ab. Oberste Priorität habe die Suche nach Angehörigen der haitianischen Waisenkinder.
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Kinder seien die Verletzlichsten nach einer Katastrophe und es gebe bereits Berichte über Gewalttaten, sagte UNICEF-Sprecherin Veronique Taveua. Gemäss Hilfsorganisationen irren verlassene und hungernde Kinder derzeit ziellos durch die Strassen von Port-au-Prince. Sie müssten nun als erstes ernährt und psychologisch betreut, sowie identifiziert werden.
UNICEF befürchtet, dass kriminelle Kreise die Situation ausnützen und einen Kinderhandel aufziehen könnten. Netzwerke von Kinderhändlern, die den illegalen «Adoptionsmarkt» bedienten, seien nach Naturkatastrophen besonders aktiv, teilte die Organisation weiter mit.
Keine übereilten Adoptionen
Die UNO-Organisation will die Kinder wenn möglich mit ihren Familien zusammenbringen, falls nötig auch mit entfernteren Verwandten, sagte die UNICEF-Sprecherin weiter. Adoption wird erst eine Option «wenn alle anderen Möglichkeiten erfolglos blieben».
Nach dem schweren Erdbeben der vergangenen Woche, bei dem zehntausende Haitianer ums Leben kamen, haben viele Regierungen weltweit ihre Adoptionsverfahren beschleunigt, um Waisenkinder aus dem Katastrophengebiet zu retten.
Kinderschutzgruppen warnen jedoch vor leichtsinnigem Handeln. Zu schnelle Adoptionsverfahren könnten noch bestehende Familien für immer zerstören, Kinder entwurzeln und in Depressionen stürzen.
Auch die Schweiz sucht nach einer Lösung, um weit fortgeschrittene Adoptionsverfahren voranzubringen. Es handle sich insgesamt um weniger als zehn Fälle, sagte der Leiter der zentralen Adoptionsbehörde des Bundes.
Sofortmassnahmen zum Schutz der Kinder
Das UNO-Komitee für Kinderrechte rief derweil in Genf dazu auf, Sofortmassnahmen zum Schutz der Kinder zu ergreifen. Sie müssten vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, auch vor Entführungen, die als Adoption ausgegeben werden.
(sda/hard)
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L. Marvin, Berlin
Verfasst am: 26.1.2010 2:14
Wieder mal haben die Superreichen ihre Häscher nach frischem "Fleisch" geschickt. Für Nieren/Herz/Le
Wüßt nur mal gern ob der internationale... mehr
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B. Denken, Oberschlau
Verfasst am: 23.1.2010 9:42
Schutz und Betreuung vor Ort
brauchen diese Kinder. Ob legal oder illegal -... mehr
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D. Alhop
Verfasst am: 22.1.2010 20:54
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