Erdbeben in Haiti
Haiti: 10 Jahre für den Wiederaufbau
Die haitianische Regierung will 400'000 Überlebende des verheerenden Erdbebens in den nächsten Tagen aus der zerstörten Hauptstadt in provisorische Unterkünfte ausserhalb von Port-au-Prince umsiedeln. Das kündigte der Stabschef von Präsident Rene Preval, Fritz Longchamp, an. Als Zeitraum für den gesamten Wiederaufbau nannte eine Hilfsorganisation den Zeitraum von zehn Jahren.
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Als Grund für die baldige Umsiedlich nannte Longchamp die schlimme sanitäre Situation in den hunderten Zeltlagern in der Hauptstadt, in denen die Obdachlosen nach dem Erdbeben vom 12. Januar Unterschlupf gefunden haben.
Umsiedlung in 7 bis 10 Tagen
Ärzte haben bereits vor dem Ausbruch von Seuchen in den völlig überfüllten Lagern gewarnt. Die Umsiedlung werde nach Fertigstellung der neuen Unterkünfte in etwa sieben bis zehn Tagen beginnen, sagte Longchamp.
Zwei weitere Nachbeben haben am Donnerstag das Katastrophengebiet in Haiti erschüttert und die notleidenden Menschen abermals in Panik versetzt. Einer der Erstösse erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 4,9. Berichte über neue Schäden oder Verletzte gab es nicht.
Mindestens 50 Nachbeben
Seit dem verheerenden Beben vom 12. Januar, dem vermutlich 200'000 Menschen zum Opfer fielen, ist die Region um die Hauptstadt Port-au-Prince von mindestens 50 Nachbeben erschüttert worden. Die Arbeit der Bergungsmannschaften wurde dadurch immer wieder unterbrochen.
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti rechnet die Hilfsorganisation Habitat for Humanity mit einem langwierigen Wiederaufbau. «Die Menschen müssen in einem Zeitrahmen von zehn Jahren denken», sagte der Leiter der Organisation, Jonathan Reckford, in Washington. Deshalb sei eine nachhaltige internationale Hilfe erforderlich.
Bis zu 200'000 Todesopfer
Reckford, der sich in Haiti ein Bild von der Lage gemacht hatte, sprach von «einer der schlimmsten Zerstörung, die ich jemals gesehen habe».
Habitat for Humanity engagierte sich bereits nach dem Tsunami 2004 in Südostasien und dem Hurrikan Katrina in New Orleans 2005. Bei dem Beben der Stärke 7.0 in dem Karibikstaat am 12. Januar starben mindestens 75'000 Menschen. Experten rechnen mit bis zu 200'000 Todesopfern.
1400 Hilfsflüge in der Warteschleife
Zur Versorgung der Zigtausenden Notleidenden auf Haiti ist ein vierter Flughafen im Katastrophengebiet geöffnet worden. 1400 Maschinen warteten derzeit darauf, dringend benötigte Hilfsgüter anliefern zu können, teilten die US-Streitkräfte mit.
Auf dem schwer beschädigten Flughafen der Hauptstadt Port-au-Prince können pro Tag maximal 140 Flüge abgewickelt werden. Der Lufttransport von Helfern, Nahrung und medizinischem Gerät werde inzwischen auch über den Airport Jacmel sowie zwei Flughäfen im Nachbarland Dominikanische Republik ermöglicht, teilte US-General Douglas Fraser mit.
(agenuren/halp)
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M. Bracher, Bern
Verfasst am: 22.1.2010 8:09
Etwas für MCR
Bundesrätin MCR soll sich doch dieseer Aufgabe... mehr
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