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Leuthard eröffnet 45. Solothurner Filmtage

Donnerstag, 21. Januar 2010, 18:47 Uhr, Aktualisiert 22.01.2010, 8:03 Uhr

Bundespräsidentin Doris Leuthard hat die 45. Solothurner Filmtage zu Beginn eines für die Filmbranche «spannenden, wichtigen Jahres» eröffnet. Sie forderte die Filmemacher am Donnerstagabend auf, «Traumwelten zu schaffen.» Für Albträume seien andere zuständig.

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Solothurner Filmfesttage eröffnet

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Mit einem Plädoyer für kritisches und vielfältiges Filmschaffen hat Bundespräsidentin Doris Leuthard die Solothurner Filmtage eröffnet. Solothurn habe immer die kritische Auseinandersetzung mit der Schweiz gesucht und das andere Schaufenster des Landes sein wollen, würdigte Leuthard die Anstrengungen der vergangenen 45 Jahre. «Wir brauchen tatsächlich keine Bilderbuch-Schweiz. Wir brauchen die konstruktive Auseinandersetzung mit schwierigen Themen», sagte sie gemäss vorab veröffentlichtem Redetext.

Förderkonzept des Bundes gescheitert

Eine ernüchternde Bilanz zog Festivaldirektor Ivo Kummer über das Filmförderungskonzept des Bundes, lobte aber die jetzt angelaufenen Arbeiten für neue Förderrichtlinien sowie die aufgestockten Mittel. «Ich meine, dass der Slogan 'popularité et qualité', unter dem der Bund träumerisch sagenhafte Erfolge voraussagte, nach nun vier Jahren gescheitert ist», sagte Kummer. Der Schweizer Film sei aber an sich gesund, auch wenn ihm der Mut und vielleicht auch ein bisschen die Lebenslust fehle.

Filme im Stil «Väter der Klamotte»

So erinnerten viele heutige Spielfilme an das Kino der Grossväter, seien handwerklich zwar gut, blieben aber mit ihren Geschichten an der Oberfläche. Obwohl in der Regel gut gefördert, könnten sie in den Kinos nicht abheben. Ganz im Gegensatz dazu stehe der Dokumentarfilm. Er sei poetisch, politisch und global, feiere künstlerische Erfolge im Ausland und stehe als Garant für schweizerische Filmkunst.

Mit dem Film «Zwerge sprengen» des Berner Regisseurs Christof Schertenleib machte ein Werk den Auftakt, das keine Bundesmittel bekam, aber von der Berner Filmförderung unterstützt wurde. Er dreht sich um die Familie Schöni im Emmental. Zentrales des Filmes sie die «Moral».

(agenturen/blur/halp)

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S. Platter, Olten

Verfasst am: 22.1.2010 2:05

Treffpunkt

der Schweizer Filmschaffenden aber vor allem auch... mehr

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