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Erdbeben in Haiti

USA bereiten sich auf Massenflucht aus Haiti vor

Dienstag, 19. Januar 2010, 3:06 Uhr, Aktualisiert 14:53 Uhr

Die USA bereiten sich auf einen Ansturm haitianischer Flüchtlinge vor. In einem Auffanglager für Einwanderer im US-Staat Florida solle vorsorglich Platz für die Aufnahme von Überlebenden des verheerenden Erdbebens der vergangenen Woche geschaffen werden.

Dazu würden 250 bis 400 gegenwärtig in dem Lager festgehaltene Einwanderer in andere Einrichtungen verlegt, wie das US-Heimatschutzministerium mittelte.

Keine Anzeichen für Massenflucht

Einige Flüchtlinge könnten notfalls auch auf den US-Militärstützpunkt Guantanamo in Kuba gebracht werden. Sie würden aber getrennt von den im Gefangenenlager Guantanamo festgehaltenen Terrorverdächtigen untergebracht, erklärte das Ministerium weiter.

Hunderte auf der Flucht

Bislang gebe es keine konkreten Anzeichen für eine Massenflucht aus Haiti, betonten Ministeriumsvertreter. Man wolle aber für alle Fälle gerüstet sein.

Einreise-Erleichterungen für Waisen

Die USA haben jedoch vorübergehend die Einreise-Vorschriften für Waisen aus dem Katastrophengebiet gelockert. Damit solle eine Behandlung der Kinder in den USA erleichtert werden.

Die Regelung gelte nur für Waisen, die offiziell für eine Adoption in den USA zugelassen seien. Eine Heimatschutzministerin betonte jedoch, die vordringlichste Aufgabe sei die Wiederzusammenführung von Familien.

Bild Haitianer warten vor einer Absperrung am Flughafen von Port-au-Prince.
Flughafen Port-au-Prince: Haitianer warten, um eine Job zu ergattern. reuters

Illegale werden abgeschoben

Die US-Regierung hat derweil aber bereits deutlich gemacht, dass illegal aus Haiti einreisende Flüchtlinge mit einer Abschiebung rechnen müssen.

Washington hat zwar einen vorläufigen Abschiebestopp für Haitianer verhängt, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens am 12. Januar bereits in den USA aufhielten. Dieses Moratorium gilt aber nicht für Haitianer, die nach dem Beben die USA zu erreichen versuchen.

Kleine Wunder

(dapd/weis)

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B. Schwiizer, Schweiz

Verfasst am: 19.1.2010 9:03

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