Erdbeben in Haiti
Hilflose Kinder irren in Haiti umher
Tausende traumatisierte Kinder irren nach dem schweren Erdbeben in Haiti allein durch die Strassen. In Kinderheimen ist die Lage katastrophal und spitzt sich weiter zu, berichteten Helfer und Experten. Viele obdachlose Kinder sind ohne jegliche Betreuung.
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Haiti hat als ärmstes Land Amerikas auch eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt - etwa 40 Prozent der Einwohner sind Statistiken zufolge jünger als 15 Jahre. Das Kinderhilfswerk «terre des hommes» warnte vor Kinderhändlern und Schleppern. Kinderhändler würden erfahrungsgemäss Notlagen wie jetzt in Haiti ausnutzen, teilte die Hilfsorganisation mit.
Nach Angaben des Vereins «Haiti-Kinderhilfe e.V». muss vor allem den Kindern geholfen werden, die nicht bei ihren Eltern leben, sondern zum Arbeiten in andere Familien geschickt wurden. Sie würden von niemandem gesucht oder versorgt, sagte der Vorsitzende.
Kaum mehr intakte Waisenhäuser
Eine anständige Versorgung könne nur ausserhalb der zerstörten Hauptstadt gewährleistet werden. Es gebe noch einige wenige kaum zerstörte Waisenhäuser.
Die Kinderhilfsorganisation «World Vision» berichtete von einem völlig überfüllten Waisenhaus in Delmas im Grossraum Port-au-Prince, in dem Kinder seit zwei Tagen ohne Wasser waren. «Als wir Hilfe brachten, streckten uns dutzende Kinder ihre Arme entgegen», sagte ein Mitarbeiter.
Die meisten sind erschöpft, viele leiden unter Krankheiten wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Hautausschlag. Die Waisenhaus-Leitung hatte aus Verzweiflung Wasser aus einem naheliegenden Fluss geholt und es abgekocht», sagte er weiter.
Ein Mitarbeiter der Organisation «Plan International Deutschland e.V.», sagte über die Situation der Kinder: «Wir müssen ihnen psychologische Hilfe geben. Nach dem was, passiert ist, wissen die Mädchen und Jungen nicht, wohin mit ihrer Ungewissheit und Trauer. Sie suchen ihre Eltern und Geschwister - ihre Not hier ist kaum zu erfassen.»
Frankreich will adoptierte Kinder ausfliegen
Frankreich und die Niederlande wollen Kinder schnell ausfliegen, die bereits von Europäern adoptiert wurden, sich aber noch in Haiti aufhalten. Dafür müssten aber alle Papiere in Ordnung sein, sagte der Entwicklungsstaatssekretär dem Radiosender Europe 1; Zahlen nannte er nicht.
Elternvereinen zufolge laufen jedoch zurzeit 1200 bis 1500 Anträge. Jedes Jahr werden tausende Kinder aus Haiti von ausländischen Eltern adoptiert.
(sda/weis)
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J. Lorber, Zürich
Verfasst am: 20.1.2010 8:40
Tränendrüse
Nach so einem Erdbeben ist es wohl klar, dass es... mehr
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D. Generation, Bern
Verfasst am: 19.1.2010 17:32
Jedes Jahr...
...werden tausende Kinder zur Adoption frei... mehr
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B. Buri, Uttigen
Verfasst am: 19.1.2010 14:16
Fam B. Uttigen (Bern)
das sahen wir diesen Bilder,arme Kinder haben... mehr
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