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Bulgariens Kandidatin für EU-Kommission gibt auf
Die umstrittene Bulgarin Rumiana Jelewa zieht ihre Kandidatur für die EU-Kommission zurück. Das teilte ein Sprecher der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament mit. Zugleich trat sie auch als Aussenministerin Bulgariens zurück.
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Rumiana Jelewa wird vorgeworfen, unkorrekte Angaben über ihre privaten Vermögensverhältnisse gemacht zu haben.
Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Joseph Daul, bedauerte den Verzicht: «Sie ist Opfer eines kleinlichen Krieges geworden.» Alle Anschuldigungen hätten sich als falsch herausgestellt: «Sie konnte es aber nicht ertragen, dass ihre Ehre in Zweifel gezogen wurde.»
Fachliche Eignung angezweifelt
Jelewa war von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso als Kommissarin für internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe vorgesehen worden. Sozialdemokraten, Liberale und Grüne verdächtigen sie, Nebeneinkünfte verschwiegen zu haben. Auch die fachliche Eignung der 40-jährigen wurde in Zweifel gezogen.
Ihr Rückzug bedeutet, dass Bulgarien nun einen neuen Kandidaten benennen muss. Damit ist höchst zweifelhaft, ob das Parlament wie geplant am 26. Januar der Ernennung der neuen EU-Kommission zustimmen kann.
Neue Kandidatin vorgeschlagen
Nach dem Rückzug von Jeleva hat Bulgarien die Vizepräsidentin der Weltbank, Kristalina Georgiewa, als neue EU-Kommissarin vorgeschlagen.
Der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow habe José Manuel Barroso über seinen Vorschlag informiert, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Barroso sei zufrieden, dass Bulgarien so schnell reagiert habe und wolle sich schnell mit der neuen Kandidatin treffen.
(sda/hesa)
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