Schweiz
Pauschalbesteuerung: In Zürich werden Koffer gepackt
Seit Anfang dieses Jahres gibt es für Wohlhabende im Kanton Zürich keine Pauschalbesteuerung mehr. Wieviele der ingesamt 201 Pauschalbesteuerten die Konsequenzen und wegziehen werden, kann zurzeit noch nicht gesagt werden, doch zahlreiche Pauschalbesteuerten haben bereits ihre Koffer gepackt.
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Bisher hätten neun Personen das kantonale Steueramt kontaktiert und ihren Wegzug angekündigt, sagte Adrian Hug, Chef des Zürcher Steueramtes, auf Anfrage. Dies entspricht aber längst nicht allen, die ihre Zelte im Kanton Zürich abbrechen werden. «Von all jenen, die sich still und leise in ihrer Gemeinde abmelden und wegziehen, wissen wir nichts.»
Familien mit Kindern zögern
Die eigentliche Abwanderungswelle steht zudem wohl erst noch bevor. Pauschalbesteuerte, die auch weiterhin nicht auf die Sonderkonditionen verzichten wollen, haben noch bis Ende 2010 Zeit, aus dem Kanton Zürich wegzuziehen. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind wohl viele erst am abwägen», sagte Hug. Familien mit eingeschulten Kindern würden wohl eher hierbleiben, glaubt er.
Anders sehe es bei international vernetzten Einzelpersonen aus, die ihren Wohnsitz ausschliesslich aus steuerlichen Gründen gewählt hätten. «Wir werden das alles sehr genau beobachten», kündigte Hug an. Man werde die Zahlen aus den Gemeinden auswerten und per Anfang 2011 eine genaue Statistik über die Anzahl Wegzüge und die Auswirkungen auf die Finanzen erstellen.
Eine Umfrage in vier Gemeinden zeigt, dass nicht nur die neun Personen, die sich beim Steueramt gemeldet hatten, vom Kanton Zürich verabschiedeten. In der Zürichseegemeinde Zollikon beispielsweise, wo vor der Abstimmung 13 Pauschalbesteuerte lebten, sind 7 weggezogen. In Erlenbach, einer anderen Gemeinde am rechten Seeufer, haben sich von neun Pauschalbesteuerten bisher zwei abgemeldet. Ein Gemeindemitarbeiter bestätigte einen entsprechenden Artikel in der Zeitung «Landbote».
In Herrliberg, wo elf Pauschalbesteuerte lebten, haben vier ihre Zelte abgebrochen, zwei davon hatten Familie. Gemäss dem Herrliberger Steuersekretär Bernhard Peyer seien dies aber steuerliche Einbussen, die man «ohne weiteres verschmerzen kann», wie er auf Anfrage sagte.
In Küsnacht ist «gut ein Viertel» der Pauschalbesteuerten weggezogen. Die meisten ziehen ins Ausland oder in steuergünstige Kantone wie etwa Schwyz und Zug, weil diese die Sonderkonditionen nach wie vor gewähren.
Pauschal besteuern lassen konnten sich bisher Ausländer, die in der Schweiz seit zehn Jahren kein Einkommen verzeichnen. Die Höhe der Steuer beträgt mindestens das Fünffache des Mietwertes des Wohnhauses. Zürich ist bisher der einzige Kanton, der die Steuerprivilegien abgeschafft hat. Das Stimmvolk hat der Vorlage am 8. Februar 2009 zugestimmt. Vorstösse für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung wurden aber auch in anderen Kantonen lanciert, unter anderem in St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Zug.
(sda/gmue)
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T. mueller, zürich
Verfasst am: 15.1.2010 16:16
liderliche recherchen
wieder einmal so ein beitrag von irgendwelchen sf... mehr
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M. Dimitropoulos, Basel
Verfasst am: 15.1.2010 10:50
C. Klein 0:05
Nomen ist nicht Omen. Ich bin Schweizer mit allem... [1] mehr
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 15.1.2010 1:55
1871 - Pariser Kommune
Es ziehen die Lemuren mit wütendem Geheul und... mehr
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