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Urteil zu UBS-Daten: Parteien sehen sich bestätigt

Freitag, 8. Januar 2010, 15:36 Uhr, Aktualisiert 09.01.2010, 2:55 Uhr

Die SP und die SVP begrüssen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Herausgabe von Kundendaten an die US-Steuerbehörde. Die beiden Parteien verweisen auf ihre Einschätzung vom letzten Februar, wonach die Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu ihrem damaligen Entscheid nicht berechtigt gewesen sei. Sie wollen nun den Einsatz einer PUK prüfen. Die CVP schloss sich der Forderungen nach einer Aufarbeitung an. Die FDP mahnte zunächst zur Zurückhaltung.

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Ohrfeige für Finma und Bundesrat
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Unter Druck: Für SP, SVP und CVP ist Finanzminister Merz hauptverantwortlich für das FINMA-Debakel. reuters

Die SVP sieht ihre Haltung zur Herausgabe von Bankkundendaten an die USA bestätigt. Bundesrat und FINMA hätten die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit krass verletzt, schreibt die Partei in einem Communique. Der Bundesrat sei vor dem Druck des Auslands eingeknickt und habe das Bankkundengeheimnis leichtfertig preisgegeben.

Caspar Baader, Fraktionschef SVP

Aus der Sicht von SP-Präsident Christian Levrat ist die FINMA nicht alleine verantwortlich. Auch der Bundesrat und Finanzminister Hans-Rudolf Merz seien in den Entscheid involviert gewesen. Levrat fordert wie die Gewerkschaften die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK). Nur sie könne Transparenz schaffen zum Verhalten des Bundesrates, der FINMA und der UBS.

Christian Levrat, Präsident SP

Ähnlich argumentiert die CVP. Nationalrat Pirmin Bischof (SO) weist auf mögliche personelle Konsequenzen hin, bei der FINMA oder auch bezüglich Finanzminister Merz. Eine vertiefte politische Aufarbeitung könne durch die Geschäftsprüfungskommissionen der beiden Räte durchgeführt werden.

Wenn die Komplexität sich als zu gross erweise, müsse eine PUK eingesetzt werden. Die Geschichte sei schwerwiegend und rufe nach einer PUK, sagte CVP-Ständerat Philipp Stähelin (TG).

Philipp Stähelin, Ständerat CVP/TG

Die FDP kritisiert, dass die anderen Parteien das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für eine politische Abrechnung brauchten. Die FINMA habe gutgläubig gehandelt. Die Herausgabe der Daten habe Tausende von Stellen und Hunderte von Unternehmen gesichert. Das Urteil dürfe nicht zu einer Schwächung der FINMA führen. Vielmehr sei die Überwachungsbehörde personelle und institutionell zu stärken.

Fulvio Pelli, Präsident FDP

(agenturen/meru)

Kommentare aktiv...

S. Lamprecht, Eglisau

Verfasst am: 9.1.2010 20:52

Wie lange..

Wie lange halten das die Bypässe von M. Merz... mehr

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M. hurni, Bern

Verfasst am: 9.1.2010 12:14

Opi Merz

ist wieder am Beten und meditieren. Was wohl der... mehr

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H. Schöne, Luzern

Verfasst am: 8.1.2010 22:17

Rechtsstaatlichkeit?

Nachdem sich insbesondere die global operierenden... mehr

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