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International

Revolte von Migranten in Kalabrien

Freitag, 8. Januar 2010, 12:31 Uhr, Aktualisiert 17:33 Uhr

Im süditalienischen Rosarno ist es zu einer blutigen Revolte gekommen. Der Protest Hunderter Afrikaner brach aus, nachdem zwei Ausländer aus noch ungeklärten Gründen von Italienern mit Waffen angegriffen wurden. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Die kalabresische Mafia setzt die Afrikaner illegal für Feldarbeit ein.

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Revolte in Kalabrien

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Bild Ein Afrikaner streckt blau behelmten Polizisten einen Karton entgegen mit der Aufschrift «Rosarno Rassismus in Italien warum».
«Rosarno Rassismus in Italien warum» schrieb der Afrikaner auf einen Karton. reuters

Die aus Afrika stammenden Migranten belagerten am Donnerstagabend, mit Stöcken und Eisenstangen bewaffnet, die Hauptstrasse Rosarnos und verwüsteten mehrere Gebäude. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Dutzende Autos und Müllcontainer wurden angezündet. Die Polizei musste eingreifen, die Migranten bewarfen daraufhin die Sicherheitskräfte mit Steinen.

Der Protest der Migranten brach aus, nachdem am Donnerstagabend Unbekannte zwei Afrikaner beschossen und leicht verletzt hatten.

In Rosarno leben 1500 Afrikaner, die unter schwierigsten Lebensbedingungen auf den Feldern arbeiten. Die Afrikaner werden von der «Ndrangehta», dem kalabresischen Arm der Mafia, als billige Arbeitskräfte ausgenutzt. Laut der italienische Zeitung «Corriere della Sera» leben die Landarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen in der Kleinstadt. Sie seien in einer verlassenen Fabrik untergebracht.

Am Vormittag versammelten sich mehrere hundert Afrikaner vor dem Rathaus Rosarnos. Einige Migranten schütteten Müllcontainer aus, es kam jedoch nicht zu den Verwüstungen des Vortages.

«Diese Revolte ist das Ergebnis eines unerträglichen Klimas in Rosarno, wo Migranten ausgenutzt und diskriminiert werden», sagte der Präsident der Region Kalabrien, Agazio Loiero.

Der italienische Innenminister Roberto Maroni zeigte sich besorgt. «In all diesen Jahren ist eine illegale Migration toleriert worden, die von der organisierten Kriminalität ausgenutzt worden ist und zugleich für ethnische Konflikte wie in Rosarno sorgt», betonte Maroni in einem Interview.

(sda/ap/kurn)

Kommentare aktiv...

B. Denken, Oberschlau

Verfasst am: 9.1.2010 10:15

"Moderne" Sklaverei...

und ihre Nebenerscheinungen...

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I. Ndlovu, Nelspruit

Verfasst am: 8.1.2010 18:35

Recht oder Unrecht...

unwichtig irgendwie..... ABER: wann beginnen sie... mehr

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