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Weniger Herzinfarkte nach Rauchverbot

Donnerstag, 7. Januar 2010, 16:28 Uhr, Aktualisiert 20:45 Uhr

Seit im Kanton Graubünden das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in Kraft ist, verzeichnet das Kantonsspital Chur einen Rückgang von 22 Prozent bei den Herzinfarkten. Das geht aus einer Studie der kardiologischen Abteilung hervor. Bei der Studie wurde die Häufigkeit im Jahr nach der Einführung am 1. März 2008 mit den zwei Vorjahren verglichen.

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Gesündere Herzen dank Rauchverbot

Insgesamt wurden unter der Leitung des Kardiologen Piero Bonetti 229 respektive 242 Herzinfarkte untersucht. Im ersten nach der Einführung des Verbots waren es noch 183.

Interview mit Piero Bonetti, Kardiologe Kantonsspital Chur

Dabei hat in erster Linie die Herzinfarkt-Rate bei Nichtrauchern abgenommen. Bei den Rauchern ging die Zahl der Herzinfarkte nur leicht zurück: von 82 im Jahr vor Einführung des Rauchverbots auf 74. Viel stärker hingegen sank die Rate bei Nichtrauchern, nämlich von 160 auf 109. Sie profitierten also am meisten.

Für den Herzspezialisten Hugo Saner, der in leitenden europäischen Gremien zur Prävention von Herzkrankheiten tätig ist, sind die Ergebnisse aus Graubünden zuverlässig: «Die Studie ist verlässlich, ich habe sie selber überprüft. Und wir haben Resultate aus 9 anderen Ländern in Europa. Die zeigen genau das Gleiche: eine Reduktion der akuten Herzinfarkte um 9-40 Prozent innerhalb eines Jahres nach dem Rauchstopp in öffentlichen Räumen.»

Interview mit Hugo Saner, Kardiologe Inselspital Bern

Es gebe inzwischen zuverlässige Beweise für den negativen Effekt des Passivrauchens auf das Herz. Laut Studien aus Europa verstärkt sich der Effekt des Rauchverbots mit den Jahren noch. So sinkt die Herzinfarktrate in den Jahren nach dem Rauchstopp noch weiter. Das Fazit des Herzspezialisten Hugo Saner:

«Es ist tatsächlich so, dass man die Gefahren des Passivrauchens massiv unterschätzt hat. Es ist toll, dass man hier die billigste und einfachste Methode der letzten 20 Jahre gefunden hat, um die Häufigkeit der akuten Herzinfarkte zu reduzieren.»

Mit der Raucherstudie wurde jetzt erstmals auch in der Schweiz ein signifikanter Rückgang nach der Einführung eines Rauchverbots dokumentiert.

(sf/muei/fasc)

Kommentare aktiv...

Q. Provolonius, Land

Verfasst am: 8.1.2010 14:33

Ganz einfach überlegt.

Ich kenne wirklich einige Leute, die haben Panik... mehr

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S. Maggipinto, Solingen

Verfasst am: 8.1.2010 14:07

Ist klar....

Es ist ja schön, dass die Zahl der Herzinfarkte... mehr

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K. Räschter, Schweiz

Verfasst am: 8.1.2010 12:27

Wahrheit von Studien ...

Jede Studie ist so wahr resp. so korrekt, wie... mehr

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