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International

Paris storniert Kauf von Grippe-Impfdosen

Dienstag, 5. Januar 2010, 14:12 Uhr

In Frankreich hat die Regierung nach Kritik an dem massenhaften Einkauf von Impfstoff gegen die Schweinegrippe 50 Millionen Impfdosen abbestellt. Die Schweiz wird nicht zu einem solchen Schritt greifen.

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Ziel Frankreichs sei es, mehr als die Hälfte der ursprünglich eingeplanten 712 Millionen Euro für den Impfstoff einzusparen, sagte Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot dem Sender TF1. Die Regierung ziehe damit die Konsequenzen aus neuen Empfehlungen der internationalen Gesundheitsbehörden, wonach eine einmalige Impfung zum Schutz vor dem Grippevirus A (H1N1) ausreiche.

Bachelot räumte ein, dass bisher nur mit einem Pharmakonzern eine Stornierung ohne Entschädigung vereinbart worden sei. Mit dem Pharmakonzern Sanofi-Pasteur habe sich die Regierung darauf verständigt, dass neun von insgesamt 28 Millionen Dosen ohne Entschädigung abbestellt würden, sagte Bachelot im Sender RTL.

Von der Abbestellung sind auch der Basler Pharmakonzern Novartis und Glaxo-Smith-Kline aus Grossbritannien betroffen. Mit diesen Firmen liefen noch Verhandlungen, sagte Bachelot. «Wir werden sehr hart diskutieren.»

Zwar gebe es in den Kaufverträgen keine Verzichtsklausel, die Lage habe sich aber «wesentlich verändert». Bei Novartis will Frankreich 7 Millionen Dosen abbestellen, bei Glaxo-Smith-Kline 32 Millionen.

Frankreich hatte im Sommer insgesamt 94 Millionen Impfdosen bestellt. Zudem haben sich bisher nur fünf Millionen Franzosen impfen lassen. Einen Teil des überzähligen Impfstoffs will Paris jetzt im Ausland verkaufen. 9,4 Millionen Dosen spendet Frankreich zudem der Weltgesundheitsorganisation WHO für arme Länder.

Für die Schweiz stehe eine Abbestellung nicht zur Diskussion, sagte Jean-Louis Zurcher, Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Nachdem nur eine Impfung nötig sei, belaufe sich der Überschuss an Impfstoff in der Schweiz auf 4,5 Millionen Dosen.

Diesen Impfstoff wolle die Schweiz der WHO spenden oder an interessierte Länder weiterverkaufen. Wie weit diese Verhandlungen sind, dazu wollte Zurcher keine Angaben machen.

Von 13 Millionen gekauften Impfdosen verteilte der Bund bislang 3 Millionen an die Kantone. Dort liegt noch ein beträchtlicher Teil in den Lagern. Der Bund will laut Zurcher weiterhin genügend Impfstoff behalten, damit 80 Prozent der Bevölkerung bei einer allfälligen zweiten Grippewelle geimpft werden könnte.

(sda/schj)

Kommentare aktiv...

E. Fernandez, Greifensee

Verfasst am: 5.1.2010 17:13

Teure Dummheit.

Wahnsinn wie viel Geld den Regierungen von den... [1]  mehr

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O. stern, buchs

Verfasst am: 5.1.2010 14:46

CH=Novartis will Geld waschen, deswegen

stellt nichts ab... ist jedem klar!

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