International
Versuchter Terroranschlag: Nigerianer hatte gültiges US-Visum
Erste Ermittlungsergebnisse der holländische Anti-Terror-Behörde NCTB: Der mutmassliche Attentäter, der einen Sprengsatz in einer US-Passagiermaschine zünden wollte, verfügte über ein gültiges Visum für die USA. Das US-Heimatschutzministerium hat nun die Einreisebestimmungen verschärft. Ausserdem soll der Verhaftete den US-Behörden bereits als Terrorverdächtiger bekannt gewesen sein.
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Dies sagte ein Behördenmitglied, das anonym bleiben wollte. Seit mindestens zwei Jahren hätten die USA gewusst, dass der Verdächtige mutmasslich über Verbindungen zu terroristischen Organisationen verfüge.
Die US-Regierung hat nun die Sicherheitsbestimmungen für Flüge in die USA offiziell verschärft. Was das für die Passagiere genau bedeutet, ist nicht klar. Die Passagiere könnten nicht überall das gleiche erwarten, teilte das US-Heimatschutzministerium mit.
Zudem wurde bekannt, dass der Verhaftete in Detroit in Kürze einem Richter vorgeführt werden soll. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie aus Justizkreisen verlautete, wird dem Mann vorgeworfen, er habe versucht, ein Flugzeug in die Luft zu sprengen.
«Hätte dieser Plan Erfolg gehabt, wären Dutzende von unschuldigen Menschen getötet oder verletzt worden», sagte US-Justizminister Eric Holder. Der Vorfall werde weiterhin unter Hochdruck untersucht.
Die holländische Anti-Terror-Behörde NCTB erklärte derweil, dass der junge Nigerianer von Lagos nach Amsterdam geflogen sei und dort einen Anschlussflug nach Detroit genommen habet.
Vor dem Abflug habe die Fluglinie Northwest Airlines vorschriftsmässig eine Liste mit den Angaben der Passagiere an die US-Behörden weitergeleitet. Diese hätten daraufhin die Erlaubnis zum Start erteilt.
Laut NCTB erfolgte am Flughafen Amsterdam-Schiphol zudem eine Sicherheitskontrolle, die «nach ersten Ermittlungen den Vorschriften entsprechend durchgeführt wurde».
Der 23-jährige Nigerianer hatte am Freitag nach Zeugenaussagen versucht, kurz vor der Landung in Detroit einen Sprengsatz in einer Maschine der Northwest Airlines zu zünden. Mitreisende überwältigten den Mann jedoch.
Unterdessen hat sich in Nigeria ein Banker und ehemaliger Minister als Vater des Attentäters zu erkennen gegeben. Er solle sich darüber nun mit den Sicherheitsbehörden in Nigeria austauschen, erklärte der Banker. Sein Sohn habe in London studiert, aber die britische Metropole verlassen, um zu reisen.
Auch in Grossbritannien liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Täter soll zwischen 2005 und 2008 am University College London Maschinenbau studiert haben. Scotland Yard befragte Personen aus dem Umfeld des Verdächtigen und durchsuchte mehrere Häuser, darunter auch die Wohnung, in der während des Studiums gelebt hatte.
Premierminister Gordon Brown sprach von einer «ernsthaften möglichen Bedrohung». Er wolle weitere Massnahmen ergreifen, falls dies erforderlich sei: «Wir arbeiten eng mit den US- Behörden zusammen.» Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, der Vorfall zeige erneut, dass im Kampf gegen den Terror ständige Wachsamkeit erforderlich sei.
Nigerias Informationsministerin Dora Akunyili verurteilte den versuchten Anschlag. Die Regierung habe ihre eigenen Ermittlungen über den Verdächtigen eingeleitet und wolle mit den US-Behörden kooperieren. «Wir betonen sehr deutlich, dass wir als Nation jede Form von Gewalt verabscheuen», sagte die Ministerin.
Das Weisse Haus sprach von einem «versuchten Terroranschlag». Ein US-Regierungsbeamter sagte dem Fernsehsender CNN, es gebe allerdings keine Hinweise, dass Abdul Mutallab eine feste Verbindung zu Osama bin Ladens Terrornetz Al-Kaida habe.
Der Nigerianer selber behaupte indes, Kontakte zu islamischen Extremisten zu unterhalten und den Sprengsatz «im Jemen erhalten zu haben, zusammen mit Anweisungen, wie er zu benutzen ist».
(agenturen/bucf)
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S. Drago, Delémont
Verfasst am: 27.12.2009 12:29
Super Obama.
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E. Anywhere, St. Burnaby
Verfasst am: 27.12.2009 8:31
Wie kommt ein Terrorverdächtiger
zu einem Einreisevisum in die USA?
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