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HSBC-Affäre: Bern wurde bereits 2006 informiert

Montag, 21. Dezember 2009, 10:26 Uhr, Aktualisiert 11:17 Uhr

Hervé Falciani, der ehemalige Mitarbeiter der Bank HSBC in Genf, der Kundendaten von mutmasslichen Geldwäschern und Steuersündern an Frankreich weitergegeben haben soll, kritisiert nun die Schweiz scharf. Er habe die Schweiz schon vor drei Jahren über die Daten informiert. Wegen der Affäre hat Finanzminister Hans-Rudolf Merz nun vergangene Woche das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich vorübergehend auf Eis gelegt.

Bild Hervé Falciani in einem Interview . (ft2)
Falciani: Ich habe die Bundesbehörden in Bern zuerst informiert. ft2

Falciani sagte gegenüber der Zeitung «Le Figaro», er habe die Schweiz bereits im Sommer 2006 über die Kundendaten informiert. Von Bundesbern habe er jedoch keine Antwort erhalten und sich deshalb an andere Behörden gewandt.

An welche Behörden genau will Falciani nicht präzisieren. Ihm wird aber vorgeworfen, Bankdaten an den Libanon verkauft zu haben. Falciani bestreitet dies vehement, er habe niemals Bankdaten gegen Geld verkauft. Im Libanon habe er geglaubt mit den Behörden in Kontakt zu sein. Vor Ort sei ihm aber klar geworden, dass dies nicht der Fall gewesen sei. «Ich bin manipuliert worden», sagte der 37-Jährige.

Darauf habe er sich vergangenes Jahr an die französische Polizei gewandt. Er habe gesagt: «Voilà, das ist die Situation und ich will kein Geld dafür.»

Falciani soll Frankreich Daten von 130'000 HSBC-Kunden übergeben haben. Er begründete bereits zuvor, dass er die Daten der Bank abgezogen habe, weil ihn die Praktiken der Banker angewidert hätten. Die Banker hätten sich «wie Zuhälter» verhalten.

Wegen der Affäre herrscht zwischen der Schweiz und Frankreich dicke Luft: Die französische Staatsanwaltschaft will die Daten nutzen, um Geldwäschern und Steuerflüchtlingen auf die Spur zu kommen.

Die Schweiz dagegen spricht von einem Diebstahl und droht damit, das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit Paris auszusetzen. Die sollte 2010 in Kraft treten. Zudem verlangt Bern die Auslieferung Falcianis, der in Frankreich unter Polizeischutz steht.

(sda/schubeca)

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S. Hedin

Verfasst am: 22.12.2009 16:26

Die Faktenlage gegen die

schwerkriminelle HSBC ist eindeutig. Und... mehr

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M. Fierz, Erlenbach

Verfasst am: 21.12.2009 22:52

Wille Die Erkenntnis, dass der Fisch

vom Kopf her stinkt werden Sie sicher auch aus... mehr

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P. Beutler, Leissigen

Verfasst am: 21.12.2009 20:54

Wir sollten nicht vergessen, dass dieser Diebstahl

nie geschehen wäre,wenn das Diebesgut seinen... [1]  mehr

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