Klimakonferenz
UNO nach Klimagipfel-Chaos unter EU-Druck
Nach dem enttäuschenden Ergebnis des Weltklimagipfels fordert Europa eine umfassende Reform der Vereinten Nationen. Grossbritanniens Premierminister Gordon Brown sagte in London, die Verhandlungen in Kopenhagen seien «im besten Falle mangelhaft, im schlechtesten chaotisch» gewesen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht viel Arbeit auf die Vereinten Nationen zukommen.
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Aus Kreisen der Europäischen Kommission hiess es, die Erdöl-produzierenden Länder Sudan, Bolivien, Venezuela und Nicaragua seien auf Blockadekurs gegangen und hätten erneut die UNO für ihre eigenen Zwecke missbraucht. Der britische Umweltminister Ed Miliband wies China wesentliche Schuld zu.
Delegierte aus 193 Staaten waren am Samstag nach einem knapp zweiwöchigen, beispiellosen Verhandlungsmarathon mit dem Vorhaben gescheitert, sich auf ein politisch verbindliches Abkommen zum Schutz des Klimas zu einigen. Sie nahmen lediglich ein vages Kompromisspapier zur Kenntnis.
Der nächste Anlauf für ein umfassendes Klima-Abkommen findet auf der UNO-Klimakonferenz Ende 2010 in Mexiko statt.
Hohe EU-Kommissionsbeamte sagten in Brüssel, der gesamte Verhandlungsprozess sei «erschreckend» gewesen. «Wir haben klar die Grenzen des Systems gesehen.»
Es gebe aber keine Alternative zur UNO, hiess es aus Europa-Kreisen weiter. Deshalb müsse jetzt darüber nachgedacht werden, wie die Entscheidungsprozesse reformiert werden könnten.
Brown forderte die Bildung einer «zentralen Instanz», um künftige Verhandlungen zu leiten. Nähere Details nannte er nicht, auch nicht, ob dies inner- oder ausserhalb der UNO stattfinden solle. «Eine der Sachen, die mich frustriert haben, war das Fehlen einer globalen Instanz mit der alleinigen umweltpolitischen Verantwortung.»
Die Verhandlungen laufen seit Anfang der 1990er Jahre unter dem Dach des UNO-Klimasekretariats (UNFCCC). 2010 seien entsprechende Reformen notwendig, sagte Brown. Er glaube weiterhin, dass ein Abkommen im Kampf gegen den Klimawandel möglich sei.
Miliband schrieb in einem Beitrag für die Zeitung «The Guardian», China habe gegen die Einigung bei der Reduzierung von Treibhausgasen sein Veto eingelegt und damit ein Abkommen verhindert.
Die Mehrheit der Länder sei davon überzeugt gewesen, dass ein verbindlicher Vertrag nötig sei, um die Erde vor dem Klimawandel zu schützen. «Manche führenden Entwicklungsländer heissen das derzeit jedoch nicht gut.»
Der Gipfel in Kopenhagen sei von «verfahrenstechnischen Spielchen» gekennzeichnet gewesen.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht nach dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen in den kommenden Monaten viel Arbeit auf die UNO zukommen: Die Staatengemeinschaft habe nun die Aufgabe, die Länder zu einheitlichen Handlungen für den Klimaschutz zu bewegen.
«Eines habe ich aus dem Kopenhagener Prozess gelernt: Die Politiker waren in ihren Zielen vereint, aber nicht in ihren Handlungen», sagte Ban in New York kurz nach seiner Rückkehr aus Kopenhagen.
(agenturen/halp)
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P. Schwarz, Zürich
Verfasst am: 21.12.2009 21:39
Tschuldigung, aber alle guten Dinge sind DREI.
And the show must go on. Bis es ein... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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C. Gutjahr, Fellbach
Verfasst am: 21.12.2009 20:34
Und immer wieder..
..CO2!! In Kopenhagen solte unter dem... [1] mehr
Zustimmen — 7 Leser sind auch dieser Meinung.
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U. Keller, Klaeng
Verfasst am: 21.12.2009 18:12
Die Sonne macht es aus
schauen sie sich das mal an.... [2] mehr
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