Klimakonferenz
Entwicklungsländer drohen mit Ablehnung des Abkommens
Sowohl die Entwicklungs- und Schwellenländer wie auch Umweltorganisationen haben die Einigung an der Klimakonferenz scharf kritisiert. Der Sprecher der G-77 bezeichnete den Entscheid als «schlimmste Entwicklung in der Geschichte» der Klimaverhandlungen.
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Bei einer nächtlichen Sitzung im Plenum der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen haben die ersten Redner ihre klare Ablehnung des erzielten Minimalkonsenses deutlich gemacht. Die Delegierte von Venezuela sprach von einem «Staatsstreich» gegen den Geist der Vereinten Nationen.
Das Abkommen sei von oben diktiert worden, riefen sie dem dänischen Regierungschef und Konferenzleiter Lars Loekke Rasmussen zu. Auch der bolivianische Delegierte sprach von einer diktatorischen Weise, wie den Delegierten das Papier kurz zur Abstimmung präsentiert worden sei.
Der Vertreter des Inselstaates Tulavu bezeichnete die Gelder, die die Industriestaaten den Entwicklungsländern zur Anpassung an den Klimawandel in Aussicht stellten, unter dem Applaus der Delegierten als «30 Silberlinge, um unser Volk und unsere Zukunft zu verraten». Er werde das Abkommen ablehnen.
Auch Umweltschützer kritisierten die Beschlüsse auf dem UNO-Klimagipfel in Kopenhagen als «Fehlschlag». «Der Gegensatz zwischen der Klimarhetorik und den tatsächlichen Beschlüssen kann Millionen Menschen das Leben kosten», sagte der Vorsitzende des WWF, Kim Carstensen. Er kritisierte am vor allem das weitgehende Fehlen konkreter Verpflichtungen in der von einer Gruppe von Staaten nach zähen Verhandlungen getroffenen Übereinkunft.
«Die internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen», erklärte auch das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt». Viel zu lange hätten die EU-Staaten taktiert, um die Kosten niedrig zu halten, kritisierte die Direktorin des Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel.
Durch ihre Verzögerungstaktik hätten die Industriestaaten «Millionen Menschen zu Hunger, Leid und Tod verurteilt, während sich der Klimawandel beschleunigt», sagte der Vorsitzende des Umweltverbands «Friends of the Earth International». Das Ergebnis sei «eine Katastrophe für die ärmsten Länder».
(agenturen/fref)
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P. Werdenberg, Basel
Verfasst am: 19.12.2009 14:44
UNO-KLIMAKONFERENZ
Eine riesige Katastrophe für alle... mehr
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I. Weiss, Bünzen
Verfasst am: 19.12.2009 6:07
Konferenz mit tollem Büffett.
Die Teilnehmer werden bestimmt noch lange von den... mehr
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A. Guant, Sunybeach
Verfasst am: 19.12.2009 5:51
wer bezahlt, kommt in den Himmel
Die Industrieländer haben sich unter einander... mehr
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