International
Klimagipfel: Das sagen die Experten
Die Meinungen von Experten über den Klimagipfel in Kopenhagen gehen weit auseinander. Für den ETH-Klimaforscher Nicolas Gruber war der Gipfel zumindest ein erster Erfolg, weil zum ersten Mal das Zwei-Grad-Ziel international anerkannt wurde. Der Politologe Thomas Bernauer sieht im Grossmacht-Gehabe gewisser Nationen einen Hauptgrund für das Scheitern des Gipfels.
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Diese Grossmacht-Politik hätten gerade die Entwicklungsländer nicht goutiert, erklärte der ETH-Politologe gegenüber der «Tagesschau». Ausserdem fehlten im Abkommen konkrete Verpflichtungen zur Festlegung von Emissionsreduktionen. Und schliesslich gebe «es auch keine konkreten Verpflichtungen für finanzielle Hilfe für die Entwicklungsländer».
Andererseits glaubt Bernauer, dass Kopenhagen immerhin einen Moblisierungseffekt hatte und - als zweiten wichtigen Verdienst - zumindest eine generelle Marschrichtung festgelegt wurde.
Es sei, so der Politologe weiter, auch nicht weiter verwunderlich, dass in Kopenhagen nicht alles geregelt werden konnte: «Es handelt sich um das teuerste, komplexeste globale Umwelschutzprojekt aller Zeiten.» Da könne man nicht erwarten, dass «in einem Hauruckverfahren innert zwei Wochen ein solch globaler Deal über die Bühne gebracht» werde.
Als eine Medaille mit zwei Seiten sieht der Klimaforscher Nicolas Gruber den Klimagipfel. Aus Sicht der Klimawissenschaften habe man das Ziel klar nicht erreicht: «Die Verpflichtungen genügen nicht, um das politische Ziel der Zwei-Grad-Erwärmung zu erreichen», gibt sich der Experte gegenüber der «Tagesschau» kritisch.
Andererseits wertet Gruber den Gipfel insofern als Erfolg, dass zumindest international Einigkeit besteht bezüglich einer maximalen Erwärmung von zwei Grad. Doch wichtig sei nun, dass konkrete Massnahmen folgen würden.
Andreas Fischlin ist Spezialist für ökologische Systeme und war als Mitglied der Schweizer Delegation in Kopenhagen dabei. Er mahnt, dass das Zwei-Grad-Ziel sehr ernst genommen werden müsse. Ein solches Bekenntnis habe es zuvor noch nicht gegeben.
Denn in der Klimakonvention habe man nur festgeschrieben, dass die Erderwärmung auf einem ungefährlichen Niveau stabilisiert werden solle - von einer exakten Zahl habe man nie gesprochen, kommentierte der ETH-Professor die Zielsetzung in der «Samstagsrundschau» von Radio DRS.
Der deutsche Klimaexperte Hans von Storch dagegen bezeichnet das Zwei-Grad-Ziel als politische Zahl. Die wissenschaftlichen Modelle könnten nicht unterscheiden zwischen den Folgen einer Temperaturerhöhung von zwei und einer von zweieinhalb Grad, sagte von Storch in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit dem «Bund».
Klar sei nur eines: «Je höher der Anstieg, desto schwieriger wird es für uns und die Ökosysteme, damit umzugehen», gibt sich von Storch pessimistisch. «Um politischen Druck auszuüben, hat man das, was man gerade noch erreichen kann, als das bezeichnet, was unbedingt erreicht werden muss. Da ist eine ganze Menge Spekulation zu endgültiger Wahrheit aufgemotzt worden.»
(sf/sda/bucf)
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U. Keller, Klaeng
Verfasst am: 20.12.2009 14:26
Die Grünen sind auf dem Holzweg
lesen sie diesen Beitrag, und sie wissen mehr... mehr
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M. fischer, davos platz
Verfasst am: 20.12.2009 10:58
Eindimensionales Denken
So erstaunt es mich immerwieder, dass in einer... mehr
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M. fischer, davos platz
Verfasst am: 20.12.2009 10:55
Wir unschuldigen kleinen Schweizer...
In diesem Blog habe ich schon mehrfach von der... mehr
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