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EX-HSBC-Mitarbeiter outet sich als Datendieb

Montag, 14. Dezember 2009, 11:15 Uhr, Aktualisiert 22:01 Uhr

In der Affäre um den Datendiebstahl durch einen Ex-Mitarbeiter sieht sich die Genfer Filiale der HSBC Holdings Private Bank mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert. Möglicherweise sind französische Steuerfahnder durch den IT-Experten Hervé Falciani an Daten von allen Kunden des Instituts gekommen.

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HSBC-Daten Dieb spricht über seine Motive

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«Wir haben derzeit 130'000 Namen», sagte Staatsanwalt Eric de Montgolfier am Sonntag der Zeitung «Journal du Dimanche». Neben 3000 Franzosen seien Bankkunden aus zahlreichen anderen Ländern, besonders aus Italien und Kolumbien identifiziert worden.

Die HSBC Private Bank wollte sich nicht zu den neuen Zahlen äussern. Die exakte Anzahl der betroffenen Kunden sei ein «absolutes Geheimnis», zitierte das «Journal du Dimanche» einen Sprecher. Zuvor hatte das Institut mitgeteilt, nach bestem Wissen seien «unter zehn» Kunden vom Datendiebstahl betroffen.

Die Zeitung «Le Parisien» hatte am Mittwoch enthüllt, dass Falciani bei der Genfer Filiale der HSBC Private Bank französische Steuerfahnder mit tausenden verschlüsselten Kontodaten versorgt hatte.

Der französische Haushaltsminister Eric Woerth hatte bereits im Sommer mit der Erklärung für Furore gesorgt, er besitze eine Liste von 3000 Franzosen, die drei Milliarden Euro auf Nummernkonten in der Schweiz deponiert hätten. Ein Teil der Namen, so hat Woerth mittlerweile eingeräumt, sollen von einem geheimen Informanten stammen.

Zuletzt waren auch Gerüchte im Umlauf, der in den französischen Medien «Hervé» genannte Mann, solle mittlerweile mit einer neuen Identität in Südfrankreich leben und von der französischen Gendarmerie geschützt werden. Ermittler sagten unter Anspielung auf die Mafia, gewisse Kunden der HSBC könnten ein gefährliches Profil haben. Was wohl bedeuten würde: «Der Informant riskiert sein Leben.»

Frankreich nutzt die Daten dazu, um Steuersünder zur Selbstanzeige zu bewegen. Wenn sie sich bis Ende des Jahres melden, bleiben sie straffrei und müssen lediglich Nachzahlungen leisten. Die Schweiz ist wegen der Nutzung der illegal erlangten Daten verärgert. Frankreich beruft sich aber darauf, sie ohne jegliche Gegenleistung erhalten zu haben.

(awp/muei)

Kommentare aktiv...

D. Schutz, Bellinzona

Verfasst am: 18.12.2009 12:43

130000 Datensätze = 130000 Schicksale

In Deutschland gilt der Grundsatz des umgekehrten... mehr

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W. Kathriner, Sarnen

Verfasst am: 14.12.2009 16:06

@H. Oswald

einesteils haben Sie Recht Andererseits, wenn Sie... mehr

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T. Weber, nanacool

Verfasst am: 14.12.2009 15:16

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