Klimakonferenz
UNO-Klimagespräche werden fortgesetzt
Nach einer kurzen Blockade haben die Vertreter der Entwicklungsländer beim Weltklimagipfel in Kopenhagen einer Wiederaufnahme der Verhandlungen zugestimmt. Vertreter der Entwicklungsländer hatten sich geweigert, an den Sitzungen der Arbeitsgruppen teilzunehmen um ihren Unmut über die Haltung der Industriestaaten erneut deutlich zu machen.
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Die dänische Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard nahm nach der rund fünfstündigen Blockade informelle Gespräche mit allen Umweltministern auf, um so neuen Schwung in die Verhandlungen zu bringen.
Die Entwicklungsländer werfen den Industrieländern vor, das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, aufgeben zu wollen. Damit drohe der Klima-Gipfel zu scheitern. Die entwickelten Länder reagierten mit Unverständnis auf die Kritik.
Zum wiederholten Mal sagte der Sudanese Lumumba Stanislasus Di-Aping, der die Entwicklungsländer vertritt, dass es keine genügende Transparenz an der Konferenz gebe und es sei nach wie vor nicht klar, ob alle Mitglieder der Konvention die gleichen demokratischen Rechte hätten.
Bereits letzte Woche hatten die Entwicklungsländer dem dänischen Regierungschef Lars Rasmussen vorgeworfen der Entwurf für ein neues Klima-Abkommen berücksichtige nur die Interessen der Industriestaaten. Das Kyoto-Abkommen von 1997 hatte die ärmeren Länder von Verpflichtungen zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen freigehalten.
Uno-Klimachef Yvo de Boer ging von einer Wiederaufnahme der Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt aus. «Die überwältigende Mehrheit der Länder hier will eine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls», sagte er. «Mir ist nicht bewusst, dass irgendwelche Länder versuchen, irgendetwas zu blockieren.»
Die Mehrheit der entwickelten Länder will das Kyoto-Abkommen in einen neuen Klimavertrag einbinden, weil die USA Kyoto nie unterzeichnet haben. Sie befürchten, eine Neuauflage von Kyoto ohne die Beteiligung der USA, würde auch die grossen Schwellenländer beim Klimaschutz nicht genügend in die Pflicht nehmen.
Die armen Länder befürworten eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls, das reiche Staaten zur Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. Für die Entwicklungsländer wollen sie ein zusätzliches Abkommen ausarbeiten.
Nach Grossaufmärschen am Wochenende kam es zu neuen Klima-Demonstration in Kopenhagen: Nach Polizeiangaben sind 3000 Angehörige des Aktionsbündnisses «Climate Justice Action» durch die Innenstadt gezogen. Sie hätten «für offene Grenzen und gegen die Rüstungsindustrie» demonstriert. Die Aktion sei friedlich verlaufen, hiess es weiter.
(ap/reuters/muei/sch17)
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L. Müller, Basel
Verfasst am: 14.12.2009 21:09
Da ist der Wurm drin
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass in diesem... mehr
Zustimmen — 10 Leser sind auch dieser Meinung.
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F. Beat
Verfasst am: 14.12.2009 18:50
Co2 ist überall
Ich bin ein Klimasünder ich atme dieses Gift... mehr
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 14.12.2009 17:55
es ist unglaublich was
diese SchützengrabenSchnecke da überall... mehr
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