Inhalt

Klimakonferenz

Schlechte Noten für Schweizer Klimapolitik

Montag, 14. Dezember 2009, 13:49 Uhr, Aktualisiert 14:48 Uhr

Die Schweiz kann ihre Klimaziele bis 2012 vermutlich erreichen. Allerdings hat sich der inländische CO2-Austoss kaum verändert. Das Bundesamt für Umwelt zeigt sich zufrieden, doch für den WWF sieht dies ganz anders aus, er bezeichnet die Schweiz gar als europäische Klimasünderin Nr. 1.

Die Bilanz der Schweizer Klimapolitik fällt bei Patrick Hofstetter, dem Leiter der Klimapolitik bei WWF-Schweiz und Mitglied der offiziellen Schweizer Delegation in Kopenhagen, negativ aus: Die Schweiz produziere dank Wasserkraft relativ CO2-armen Strom und importiere viele Güter. Würde man das Schweizer Konto mit den durch Herstellung im Ausland verursachten Treibhausgasen belasten, würde der Emissionswert um fast das Dreifache ansteigen. «Damit ist die Schweiz Klimasünderin Nummer 1 in Europa.»

Bild In der Abenddämmerung steigt aus einem Kamin einer Liegenschaft in Lausanne Rauch. (keystone)
Schweiz zieht in Betracht die Emissionen bis 2020 um 30 Prozent reduzieren. keystone

Das Bundesamt für Gesundheit (BAFU) hat heute in ihrem 5. Bericht der Schweiz zuhanden der UNO-Klimakonvention eine Übersicht zur Schweizer Klimapolitik seit 2005 präsentiert. Im Vergleich zum Bericht von 2005 habe sich der Treibhausgas-Ausstoss nicht massgeblich verändert, hält das BAFU fest.

Denn bis Ende 2007 seien in der Schweiz hauptsächlich freiwillige Massnahmen ergriffen worden. Die Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls und des CO2-Gesetzes begann erst 2008. Darin verpflichtet sich die Schweiz, ihren CO2-Ausstoss im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 8 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Das BAFU hält in ihrem Bericht fest, dass die Schweiz hier auf einem guten Weg sei. Allerdings wird das Ziel vor allem wegen Kohlenstoffsenken, beispielsweise neubegründeten Wäldern, und dem Kauf von ausländischen Emissionszertifikaten erreicht.

Für die nächste Verpflichtungsperiode bis zum Jahr 2020 will die Schweiz die Treibhausgasemissionen um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 senken. Unter gewissen Umständen sei die Schweiz sogar bereit, um 30 Prozent zu reduzieren, fügt das BAFU in Kopenhagen an.

(agenturen/sch17)

Kommentare aktiv...

F. Logo, scab

Verfasst am: 16.12.2009 12:55

immer mehr leute

monatlich kommen dank linkspolitiker 1000... [1]  mehr

Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen — 7 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

S. H., Basel

Verfasst am: 15.12.2009 13:01

Die Besten

Das Problem ist, das WIR meinen die besten... mehr

Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

R. Forster, Luzern

Verfasst am: 15.12.2009 8:27

@U. Rothenbühler

1) zu den "Panikmachern" gehören die... mehr

Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen
Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit dem Absenden eines Kommentars bestätigen Sie, dass Sie sich an die Netiquette halten. Ein grundsätzliches Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Beiträge, die nicht der Netiquette entsprechen, werden gelöscht. Der Wahrheitsgehalt der Beiträge wird nicht überprüft. Für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der geäusserten Meinungen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

Bitte füllen Sie alle mit * markierten Felder aus.

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen

Um einen Leser-Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich
.