International
Teheran will weitere Atomkraftwerke
Der Iran brauche zur Energieversorgung bis zu 15 Atomkraftwerke. Auf einer Sicherheitskonferenz in Bahrain bekräftigte Aussenminister Manucher Mottaki erneut die Entschlossenheit seines Landes, mit seiner umstrittenen Atompolitik fortzufahren.
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Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms Kernwaffen zu entwickeln.
Zuletzt hatte die Staatengemeinschaft dem Iran in dem Konflikt angeboten, die Anreicherung von Uran im Ausland vorzunehmen. Iran lehnt dies ab. «Entweder kippen wir den Vorschlag komplett oder wir könnten so etwas wie einen Mittelweg finden», sagte Mottaki dazu.
Derweil ist der Iran offenbar bereit, angereichertes Uran gegen fertige Brennstäbe auszutauschen. Bei einem Besuch in Bahrain schlug Mottaki die Überstellung von 400 Kilogramm Uran aus einer Atomanlage auf der Insel Kisch vor.
Man stimme mit dem Plan der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) prinzipiell überein, allerdings bestünden noch Meinungsverschiedenheiten über die Modalitäten des Austausches, sagte der Minister.
Nach den Vorstellungen der Vereinten Nationen soll der Iran bis zu 1200 Kilogramm seines auf 3,5 Prozent angereicherten Urans nach Russland und Frankreich liefern. Dort soll das Material weiter aufbereitet und zu Brennstäben für einen iranischen Forschungsreaktor verarbeitet werden.
Mit der Verschiffung ins Ausland soll verhindert werden, dass Teheran sein Uran eventuell für den Bau von Atomwaffen verwendet.
(sda/ap/weis)
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