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Klimakonferenz

Zehntausende an Klima-Demo in Kopenhagen - 400 Festnahmen

Samstag, 12. Dezember 2009, 13:24 Uhr, Aktualisiert 13.12.2009, 11:13 Uhr

«Genug über das Klima geredet - jetzt müssen Taten folgen!» Mit dieser Forderung haben zehntausende Menschen aus aller Welt in Kopenhagen für ein weitgehendes Abkommen beim UNO-Klimagipfel und schnelle Klimahilfe für arme Länder demonstriert.

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Klima-Demonstrationen in 140 Ländern

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Bei strahlendem Sonnenschein und winterlicher Kälte verbreitete sich Volksfeststimmung mit gleichzeitig sehr ernsten Tönen von der Rednerbühne: «Wie lange wollen die Staatsführer noch zulassen, dass Menschen bei uns durch den Klimawandel sterben?», rief zornig die Sängerin Angelique Kidjou aus dem westafrikanischen Benin von der Rednerbühne.

«Wir haben als Menschheit der Natur auf unserem Planeten eine zu grosse Last aufgebürdet. Jetzt müssen wir gemeinsam sehr schnell Verantwortung übernehmen», sagte die dänische Kundgebungsrednerin Helena Christensen.

Das jetzt als Fotografin tätige Ex-Supermodel verlangte von US- Präsident Barack Obama weiterreichende Zusagen für den Klimaschutz, wenn er Ende nächster Woche persönlich in Kopenhagen mit Vertretern der anderen 191 Staaten ein neues Klima-Abkommen aushandelt: Die USA müssten einsehen, dass sie mit ihrer Macht enormen Einfluss darauf haben, was im Klimaschutz passieren kann.

Die Veranstalter sprachen von bis zu 100'000 Teilnehmern, die Polizei zum Auftakt der Grosskundgebung dagegen nur von 10'000. Am selben Tag waren in über 130 Ländern mehr 3000 Veranstaltungen für ein weitgehendes Klimaabkommen geplant.

Wie in vielen anderen Städten demonstrierten etwa in Athen mehrere hundert Menschen trotz strömenden Regens. «Mahnung an alle: Das Klima brennt», hiess das Motto der Proteste. Auch in Australien gingen zehntausende Menschen auf die Strasse. Nach Angaben der Veranstalter wurden in Canberra, Sydney, Melbourne und anderen Städten rund 50'000 Teilnehmer gezählt.

Bild Eine Frau schreibt ihren Namen auf eine Tafel auf welcher steht:  The world wants a real deal on climate change.
In Sydney (Bild) und Melbourne demonstrierten jeweils 10'000 Menschen. reuters

Der Sprecher der dänischen Organisatoren, Knud Vilby, meinte über die Forderungen der Klimaaktivisten: «Wir sind für ein ehrgeiziges Klimaabkommen, für ganz schnelles Handeln und für Gerechtigkeit gegenüber den Armen auf der Strasse.»

Die Kopenhagener Demonstranten marschierten am Nachmittag zum sechs Kilometer entfernten Tagungsort «Bella Center» der UNO-Klimakonferenz vor den Toren der Stadt.

Bild Ein als Eisbär verkleideter Demonstrant inmitten Tausender Kundegebungsteilnehmer
«Walk against warming» im frühsommerlichen Sydney. reuters

Dort sollten der dänischen Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard und dem niederländischen Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, 18 Grosssegel mit den Forderungen der Klimaaktivisten überreicht werden. Beide kündigten an, dass sie zum direkten und persönlichen Dialog mit den Demonstranten bereit seien.

Die dänische Polizei ging am frühen Abend massiv und «vorbeugend» gegen mutmassliche Randalierer vor. Nach Ausschreitungen am Rande der Grossdemonstration nahm die dänische Polizei rund 400 Menschen fest. Bei ihnen handle es sich um Mitglieder des gewaltbereiten Schwarzen Blocks, teilte die Polizei am Abend mit.

Nach drastischen gesetzlichen Verschärfungen zum Demonstrationsrecht wegen des Klimagipfels kann die Polizei in Dänemark Personen auf blossen Verdacht krimineller Handlungen für zwölf Stunden in Haft nehmen. Für die Demonstrationen zum Klimagipfel waren eigens vergitterte Massen-Arrestzellen in einer alten Lagerhalle eingerichtet worden.

(sda/sper/godc)

Kommentare aktiv...

V. Name, Ort

Verfasst am: 14.12.2009 11:43

G. Anselmi, haben Sie schon je..

nur eine einzige wissenschaftliche Studie zur... mehr

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M. Signer, Winterthur

Verfasst am: 13.12.2009 3:44

Alles Hysterie..!

Täglich flimmern neue Hiobs-Botschaften über... mehr

Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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G. Anselmi, -----

Verfasst am: 12.12.2009 23:44

Tatsachen??

Tatsachen sind Zustände, die dem Beweis... mehr

Zustimmen — 3 Leser sind auch dieser Meinung.
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