Wirtschaft
Leitzins bleibt unverändert
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) versorgt die Banken weiterhin grosszügig mit Geld. Sie peilt nach wie vor einen Dreimonats-Libor von 0,25 Prozent an. Der Zinsentscheid war in dieser Form von Ökonomen erwartet worden. Eine Verschärfung der geldpolitischen Gangart wird von den Experten in neun bis zwölf Monaten erwartet.
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Die SNB verzichtet allerdings künftig auf den Kauf von Frankenobligationen privater Schuldner. Der Erwerb von Unternehmensanteilen war eine der Spezialinterventionen, zu welcher sich die SNB im März angesichts der Wirtschaftskrise entschloss. Dazu zählt auch die Intervention auf dem Devisenmarkt, um eine Aufwertung des Franken zu verhindern.
«Wir wollen die Wirtschaft grosszügig mit Liquidität versorgen», sagte SNB-Sprecher Werner Abegg an der Telefonkonferenz zur geldpolitischen Lagebeurteilung. «Wir wollen auch entschieden einer Aufwertung des Franken zum Euro entgegen treten.»
Die Anzeichen eines globalen Konjunkturaufschwungs haben sich im Urteil der Nationalbank verstärkt. Auch die Schweizer Wirtschaft befinde sich auf dem Weg der Erholung und entwickle sich entsprechend den Erwartungen, so die Einschätzung.
Für 2010 geht die SNB deshalb davon aus, dass die Wirtschaftsleistung um 0,5 bis 1 Prozent wächst. Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt dagegen um 1,5 Prozent schrumpfen.
Gemäss der SNB-Prognose beläuft sich die durchschnittliche Teuerung in diesem Jahr auf -0,5 Prozent. Für 2010 rechnet die Nationalbank mit einem Durchschnittswert von +0,5 Prozent betragen. Für 2011 wird eine Teuerung von 0,9 Prozent erwartet.
(agenturen/muei)
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