Inhalt

Ex-Mitarbeiter der HSBC-Bank stiehlt Schweizer Kundendaten

Mittwoch, 9. Dezember 2009, 13:11 Uhr, Aktualisiert 20:43 Uhr

Ein Ex-Mitarbeiter der britischen Bank HSBC hat Kundendaten des Private-Banking-Geschäfts in der Schweiz gestohlen. Dies bestätigte die Bank. Die Daten wurden laut einem Bericht der Zeitung «Le Parisien» von den französischen Behörden benutzt, um Steuerhinterziehern auf die Spur zu kommen.

Videoplayer
Hacker stehlen Tausende von Kundendaten

Der ehemalige Mitarbeiter hat die Daten entweder 2006 oder 2007 gestohlen, als er bei der Bank mit der Entwicklung von Informationstechnolgie betraut gewesen war, wie die HSBC Private Bank (Suisse) SA in einer Mitteilung schreibt.

Der Mann sei von der Schweizer Polizei überwacht und 2008 von einem Staatsanwalt befragt worden. «Die Bank hat in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Recht eine Strafanzeige bei den Schweizer Behörden eingereicht», heisst es. Gemäss bisherigen Kenntnissen gehe es um weniger als zehn Namen.

Laut der französischen Tageszeitung «Le Parisien» hat der ehemalige Mitarbeiter den französischen Steuerbehörden hingegen «Tausende von gestohlenen Kontendaten» übergeben, die er der HSBC gestohlen hat. Der Mann lebt unter Polizeischutz in Nizza.

Die neuen Erkenntnisse stellen vor allem Aussagen des französischen Haushaltsminister Eric Woerth in ein schlechtes Licht. Denn dieser hatte noch am 31. August 2009 gegenüber der «Tagesschau» versichert, Frankreich sei «ganz legal» an die 3000 Namen der Bankkunden gelangt. Es seien Schweizer Banken gewesen, die die Bankdaten übergeben hätten.

Rätseln um 3000 Kundendaten

Die Affäre erinnert an einen ähnlichen Fall bei der LGT Group des Liechtensteiner Fürstenhauses. Ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT Treuhand hatte mehrere DVDs mit mit Kundeninformationen gestohlen und dem deutschen Auslandgeheimdienst BND für 4,5 Millionen Euro verkauft.

Daraufhin wurden die deutschen Steuerbehörden aktiv. 770 deutsche Steuersünder gerieten letztes Jahr ins Visier, darunter der damalige Chef der deutschen Post, Klaus Zumwinkel, der inzwischen zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Millionenbusse verurteilt wurde.

In der Folge musste Liechtenstein sein Bankgeheimnis lockern. Im März dieses Jahres hat sich das Fürstentum zu den OECD-Standards beim Steuerinformationsaustausch bekannt und bereit erklärt, Amtshilfe nicht nur bei Steuerbetrug, sondern auch bei Steuerhinterziehung zu leisten.

(ap/sda/sf/godc)

Kommentare aktiv...

W. Kathriner, Sarnen

Verfasst am: 10.12.2009 2:15

der hat die kaum gestohlen

wenn schon Koppiert. Seit wann verstösst das... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

P. Jorns

Verfasst am: 10.12.2009 0:27

Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE)

Franz.nachrichtendienst. (die waren das) man... mehr

Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

I. Ndlovu, Nelspruit

Verfasst am: 9.12.2009 22:25

Ein CH Buerger oder ein PFZler?

Ein Angestellter der HSBC Private Bank in Genf... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.