Klimakonferenz
Entwicklungsländer wütend über Entwurf für Klimaabkommen
Am Klimagipfel in Kopenhagen wehren sich die Entwicklungsländer gegen den dänischen Entwurf für ein neues Klimaabkommen. Einerseits wird dem dänischen Regierungschef Lars Rasmussen vorgeworfen, er würde lediglich die Interessen der Industriestaaten vertreten, andererseits wollen die Entwicklungsländer Kyoto fortführen und kein neues Abkommen. Denn dieses würde sie punkto Emissionsreduktion mehr in die Pflicht nehmen.
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«Der dänische Text ist für die Entwicklungsländer ein extrem gefährliches Dokument», sagte der Sudanese Lumumba Stanislaus Di-Aping, der die G77 vertritt. Zudem gehe der Text gegen alles, wofür vor diesem Gipfel eingetreten worden sei.
Laut der englischen Zeitung «Guardian», der der Text zugespielt wurde, wird in dem Dokument gefordert, dass bis 2050 die Erderwärmung bis auf zwei Grad Celsius begrenzt wird und die weltweiten Emissionen bis dann - im Vergleich zum Stand von 1990 - halbiert werden.
Knackpunkt ist offenbar die Forderung, dass die Industriestaaten auch noch 2050 zweimal mehr CO2 ausstossen dürfen als die Entwicklungsländer.
Konkret kritisierte Di-Aping auch das Bestreben der Dänen nach einem neuen Klimaabkommen statt einer Fortschreibung des Kyoto-Abkommens von 1997. Kyoto hatte die ärmeren Länder von Verpflichtungen zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen freigehalten.
Und auch über die Kostenverteilung beim Kampf gegen den Klimawandel sind sich die Gipfel-Gastgeber und die Entwicklungsländer uneins. Der Block der 135 Entwicklungsländer wies das aktuelle Angebot denn auf der Kopenhagener Konferenz als völlig unzureichend zurück.
Die zehn Milliarden Dollar Anschubfinanzierung, die im aktuellen Entwurf für die Gipfelerklärung stehen, reichten nicht aus, «um genug Särge für die Menschen in den Entwicklungsländern zu kaufen», sagte Di-Aping weiter. Der Entwurf verneine zudem den Fakt, dass die Industrieländer eine historische Verantwortung für die Schäden in der Erdatmosphäre hätten.
Di-Aping ärgerte sich auch darüber, dass zur Bekämpfung der Finanzmarktkrise mehr als eine Billion Dollar bereitgestellt worden seien. Und in Richtung von Gipfel-Gastgeber Dänemark fragte er: «Wenn die Erderwärmung das grösste Risiko für die Menschheit ist, wie können Sie dann die zehn Milliarden erklären?»
Die dänischen Klima-Gastgeber bemühen sich um eine Entschärfung Situation. Mit den verschiedenen Textentwürfen habe man lediglich Verhandlungsspielräume austesten wollen.
(agenturen/sch17)
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 10.12.2009 7:47
Sorry Korr.
positiv überrascht über
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P. Jorns
Verfasst am: 10.12.2009 0:41
komisch
wenn länder reklamieren weil sie nicht soviel... mehr
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 9.12.2009 22:50
Vergleich
Ich bin immer wieder positiv über die Aussagen... mehr
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