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International

Gates will afghanische Armee besser ausbilden

Dienstag, 8. Dezember 2009, 15:49 Uhr, Aktualisiert 20:48 Uhr

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat in Kabul mit Präsidenten Hamid Karsai die amerikanischen Afghanistan-Strategie besprochen. Einer der Kernpunkte ist die Ausbildung von Soldaten und Polizisten für den Kampf gegen die Taliban.

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US-Truppen sollen verstärkt werden

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Gates ist der erste Besucher aus Washington seit dem Entscheid der USA, 30'000 zusätzliche Soldaten in Afghanistan zu stationieren. Er sicherte Karsai zu, die USA würden Afghanistan langfristig unterstützen. Gates will den afghanischen Präsidenten und dessen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak allerdings dazu bewegen, mehr für die Rekrutierung und Ausbildung von Polizisten und Soldaten zu tun.

Gemäss dem Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, ist es das Ziel, die afghanischen Sicherheitskräfte in den nächsten drei Jahren auf rund 400'000 Mann auszubauen. Zurzeit sind es etwa halb so viele: 94'000 Polizisten und 97'000 Soldaten.

Bild US-Verteidigungsminiser Robert Gates und der afghanische Präsident Hamid Karsai an einer Medienkonferenz in Kabul.
US-Verteidigungsminister Gates möchte, dass Präsident Karsai die afghanischen Sicherheitskräfte so schnell wie möglich verstärkt. reuters

Karsai erklärte, es werde noch etwa 15 Jahre dauern, bis Afghanistan die Kosten für die Sicherheits- und Streitkräfte selbst tragen könne. Bis in fünf Jahren könnten sie die Führung bei den Sicherheitsaufgaben übernehmen. Robert Gates will allerdings nicht so lange warten und die Ablösung früher umsetzen.

Dieser Wunsch deckt sich mit der Ankündigung von Präsident Obama, dass zwar die Truppen vorerst um 30'000 Soldaten erhöht werden, in 18 Monaten aber die ersten amerikanischen Einheiten heimkehren sollen.

«Der schrittweise Truppenabbau ist ein mehrjähriger Prozess», sagte Gates, «ob das zwei, drei oder vier Jahre dauert, bleibt abzuwarten». Allerdings habe Präsident Obama bereits klargemacht, dass der amerikanische Einsatz in Afghanistan keinesfalls unbeschränkt lange dauern werde.

(agenturen/meru)

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