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Fast 200 Fälle unerwünschter Nebenwirkungen nach H1N1-Impfung

Montag, 7. Dezember 2009, 15:13 Uhr, Aktualisiert 08.12.2009, 14:27 Uhr

Beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic sind bis Ende November 197 Meldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen nach der Schweinegrippeimpfung. Rückschlüsse auf die einzelnen Impfstoffe können noch keine gezogen werden. Es fehlt die Anzahl geimpfter Personen.

Bild Eine Frau bereitet eine Spritze gegen die Schweinegrippe vor.
Die meisten unerwünschten Nebenwirkungen traten beim Impfstoff Pandemrix auf. keystone

Das Heilmittelinstitut hat im November eigens für die Erfassung von unerwünschten Nebenwirkungen das «Pandemie Portal» eingerichtet und die Ärzte angehalten, ihre Meldungen einzutragen. Dabei zeigte sich, dass 169 Meldungen den Impfstoff Pandemrix, 25 Focetria und drei Celtura betreffen.

Diese Einseitigkeit heisse aber nicht, dass Pandemrix am schlechtesten verträglich sei, betonte der Swissmedic-Sprecher. Er werde einfach am häufigsten eingesetzt. Plausible Rückschlüsse von den Nebenwirkungen auf die Impfstoffe seien erst möglich, wenn die Anzahl geimpfter Personen bekannt sei - laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) voraussichtlich Mitte Januar.

44 Meldungen verbucht Swissmedic auf dem Portal unter «schwerwiegende und erwartete Reaktionen». Das bedeutet, dass die Nebenwirkungen in der Fachinformation des Impfstoffes erwähnt sind. Meist sind das allergische Reaktionen wie Blutdruckabfall oder Fieber und Schüttelfrost.

«Schwerwiegende und unerwartete Reaktionen» verzeichnet das Portal 28. Rund die Hälfte davon, darunter kurzzeitige Ohnmacht, wurden laut Swissmedic nicht durch die Impfung verursacht.

«Durch die schnelle Produktion und Zulassung konnten nicht alle Nebenwirkungen abgeklärt werden.»
Sprecher Swissmedic

In zwei Fällen kam es nach der Impfung mit Focetria zu einer Totgeburt. In einem Fall habe die Ursache bei «vorbestehenden chronischen Risikofaktoren» gelegen, schreibt Swissmedic. Ein «kausaler Zusammenhang» mit der Impfung sei somit ausgeschlossen. Der zweite Fall ist noch in Abklärung.

Fünf der sieben Todesfälle in der Schweiz wurden dem Institut nach der Impfung gemeldet. Bei vier Personen wurde Pandemrix gespritzt, im 5. Fall wurde der Impfstoff nicht angegeben.

Eine Person war über 80, drei über 70 und eine über 60 Jahre alt. Vier von ihnen litten an schweren chronischen Erkrankungen. Bei ihnen kann ein Zusammenhang mit der Impfung laut Swissmedic ausgeschlossen werden. Der 5. Todesfall betrifft den über 80 Jahre alten Patienten und wird zur Zeit abgeklärt.

Die über das Portal gesammelten Daten werden mit jenen der Weltgesundheitsorganisation WHO abgeglichen, wie der Swissmedic-Sprecher ausführte. Dabei gehe es insbesondere darum, mehr Erfahrungen mit den Wirkungen der Impfstoffe auf den Körper zu sammeln.

«Durch die schnelle Produktion und die schnelle Zulassung konnten nicht alle Nebenwirkungen abgeklärt werden. Deshalb ist eine Marktüberwachung nun umso wichtiger.»

Nach Abschluss der Impfaktion wird eine Endauswertung gemacht. Für die Schweiz dürften die Verantwortlichen aller Voraussicht nach aber nicht mit einem allzu grossen Datensatz rechnen können. Bei einer Umfrage des BAG zwischen dem 9. und dem 24. November gaben gerade mal 12 Prozent an, sich impfen zu lassen.

(sda/bucf)

Kommentare aktiv...

D. Bregy, Zürich

Verfasst am: 9.12.2009 15:44

Swin Flu

FLU IS NOT THE BIGGEST DANGER ... ... IT'S THE... mehr

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R. Weber, Lausanne

Verfasst am: 9.12.2009 14:10

B. Scheidegger

Wie würde Ihr Computer reagieren, wenn Sie ihm... mehr

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K. Rechsteiner, zürich

Verfasst am: 9.12.2009 11:22

also die zwei "fachleute" würde ich

nicht gerade befragen, da gibts bessere.... mehr

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