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Gaddafi droht Schweiz mit Al-Kaida

Sonntag, 6. Dezember 2009, 15:57 Uhr

Mit dem Minarett-Verbot habe das Schweizer Volk der Al-Kaida einen grossen Gefallen getan. Dies soll laut der libyschen Nachrichtenagentur Jana der libysche Machtinhaber Muammar Gaddafi geäussert haben. Die Abstimmung habe den Terroristen ein «Argument» geliefert, um Europa anzugreifen.

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Die Schweizer «geben vor, Al-Kaida und den Terrorismus zu bekämpfen, dabei haben sie ihnen eben einen grossen Gefallen getan». Dies sagte der libysche Staatschef am Rande eines Festaktes an der Fakultät für religiöse Wissenschaften in Zliten, rund 160 Kilometer östlich von Tripolis.

Mit dem Entscheid habe die Schweiz der Al-Kaida ein «sehr starkes Argument» geliefert, um Europa anzugreifen, sagte Gaddafi weiter. «Die Aktivisten sagen nun: Wir haben euch gewarnt, dass sie unsere Feinde sind (...). Schaut, was sie in Europa machen. Schliesst euch der Al-Kaida an und ruft den Dschihad gegen Europa aus.»

Nach Ansicht Gaddafis, liefert das Minarett-Verbot zudem den muslimischen Ländern einen Grund, den Bau von Kirchen zu verbieten. Sein eigenes Land habe das Abstimmungsergebnis bereits als rassistischen Entscheid qualifiziert. Die Schweiz sei die «Mafia der Welt» und es habe bereits «einen Boykott-Aufruf» gegen die Eidgenossenschaft gegeben. Präzisiert hat Gaddafi diesen allerdings nicht.

«Wir werden den Schweizern weiter sagen, dass sie an ihre Interessen denken müssen», fuhr der Machtinhaber fort. Die Schweiz brauche Erdöl, Gas, Häfen, Meer, Sonnenenergie und Investitionen und sie müsse aufpassen, dass sie diese Errungenschaften nicht verliere und die Grenzen nicht überschreite.

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen sind stark angespannt, seit ein Sohn Gaddafis im Juli 2008 in Genf verhaftet wurde. Seit diesem Vorfall hält Gaddafi zwei Schweizer Geschäftsleute in Libyen fest. Am 1. Dezember wurden die beiden Männer wegen Visavergehen zu 16 Monaten Haft verurteilt.

(sda/wiec)

Kommentare aktiv...

N. Debély, Cernier

Verfasst am: 9.12.2009 16:11

keine

hoffentlich erhalten sie keine

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P. Beutler, Leissigen

Verfasst am: 7.12.2009 23:57

Die meisten Blogger hier,

haben offenbar nicht begriffen, dass Gaddafi... mehr

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D. Münger, Zürich

Verfasst am: 7.12.2009 19:54

Netiquette einhalten.

Hier wird nichts zensiert, sondern die Netiquette... mehr

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