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Klimakonferenz

Noch ein Tag bis zum Weltklimagipfel: Chaos pur

Jürg Brunner
Sonntag, 6. Dezember 2009, 17:29 Uhr, Aktualisiert 20:49 Uhr

38‘000 wollen rein – nur 15‘000 dürfen! Die Mammutveranstaltung in Kopenhagen droht im Chaos zu versinken. Da stehen Maoris aus Neuseeland neben Cowboys aus Texas; Zulus aus Südafrika neben Indios aus Bolivien. Kopenhagen gleicht einem Schmelztiegel aller Völker. Und alle wollen sie das Gleiche. In 20 Jahren sei die Erde nicht mehr zu retten, wenn jetzt nicht gehandelt werde. Der Auftrag an die 193 Delegierten ist klar.

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Wem der Einlass ins Bella Center von Kopenhagen gelingt, kann sich glücklich schätzen. Der hat zwei Stunden Schlange stehen hinter sich, eine einstündige Sicherheitsübung der Polizei überstanden und den ersten lauwarmen Kaffee im Becher schadlos überlebt. Und damit ist hier noch alles im grünen Bereich.

Anderen steht das Wasser schon bis zum Hals. Im pazifischen Ozean sind die Folgen der Erderwärmung längst zu spüren. Die Inselstaaten haben sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengefunden. Sie sprechen mit einer Stimme. Alle 22 Inselstaaten des Pazifiks zusammen stossen nur 0,06 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase aus. Dazu gehört Tuvalu beispielsweise.

2002 erwog die Regierung eine Klage gegen die USA, weil diese bislang das Kyoto Protokoll nicht unterzeichnet hatte. Nun hat der Inselstaat beschlossen, klimaneutral zu werden. Ein Akt der Verzweiflung. Oder Kiribati: Präsident Anote Tong hat bereits Australien und Neuseeland beschworen, im Ernstfall die gut 110‘000 Einwohner als Flüchtlinge aufzunehmen. Oder die Carteret-Inseln: Die 2500 Bewohner des versinkenden Atolls wurden schon einmal auf die Salomonen-Inseln umgesiedelt. Im Jahr 2015 wird das Atoll nicht mehr existieren.

Rund 100 Staatsoberhäupter haben sich angemeldet, erklärte heute der Sekretär des UNO-Klimarates Yvo de Boer. Und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon ist sich sicher: «Wir werden ein starkes Abkommen erreichen». Man greift derzeit nach jedem Strohhalm. Am Montag ist es soweit. Verschiedene Diskussionsgruppen werden versuchen, Lösungen zu finden. Wer muss die Treibhausgase um wie viele Prozente reduzieren? Und wer bezahlt das?

US-Präsident Barack Obama hat inzwischen angekündigt, erst Mitte Dezember nach Kopenhagen zu reisen und nicht wie zunächst vorgesehen zum Beginn des Weltklimagipfels. Damit reagiere Obama auf die Ankündigungen Chinas und Indiens zu konkreten Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel bereit zu sein, hiess es im Weissen Haus.

Der Präsident des Weltklimarates, Rajendra Pachauri, begrüsste Obamas überraschende Entscheidung als «eine sehr bedeutende Entwicklung». Die Aussicht auf ein zufriedenstellendes Abkommen in Kopenhagen habe sich damit erheblich verbessert.

Kommentare aktiv...

M. Wurmdichnicht, Grabenschnecke

Verfasst am: 7.12.2009 5:29

Wieviel ist der Meeresspiegel gestiegen?

@J. Sutter, die Klimahysteriker, mit Hilfe von... mehr

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J. Sutter, Olten

Verfasst am: 7.12.2009 0:05

Recherchieren ist nicht des Wurms Sache

Da scheint wieder mal jemand nur das zu sehen,... mehr

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P. Schwarz, Zürich

Verfasst am: 6.12.2009 20:04

@M.Wurmdichnicht

Und es eignet sich, um eine CO2-Abgabe zu... mehr

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